Thrive Apprentice Guide: Onlinekurse in WordPress erstellen und verkaufen

Wenn du einen eigenen Mitgliederbereich mit WordPress erstellen möchtest, gibt es verschiedene Möglichkeiten, welche Plugins du dafür nutzen kannst.

Eins dieser Plugins ist Thrive Apprentice. Das zu nutzen, hat ganz viele Vorteile – aber auch einen Haken.

In diesem Guide stelle ich dir Thrive Apprentice ausführlich vor, sodass du am Ende entscheiden kannst, ob das Plugin für dein Vorhaben passt oder nicht!

Thrive Apprentice

Jetzt kennst du schon mal die wichtigsten Fakten zu Thrive Apprentice. Schauen wir uns das Plugin im Detail an.

Für was genau ist Thrive Apprentice gedacht?

Kurz gesagt: Für deinen kompletten Onlinekurs-Bereich! Das kannst du mit Thrive Apprentice alles erstellen:

  • kostenlose und bezahlte Kurse (mit gratis Vorschau-Lektionen)
  • eine Übersicht mit all deinen Kursen
  • umfangreiche oder kürzere Onlinekurse, aufgeteilt in Module, Kapitel und Lektionen
  • Text-, Video- und Audio-Lektionen

Jeder Onlinekurs erhält automatisch eine Übersichtsseite, auf der du alle wichtigen Infos zum Kurs zur Verfügung stellen kannst. Hier werden außerdem die Inhalte aufgelistet:

Du kannst die Kursinhalte mithilfe von Modulen, Kapiteln und Lektionen aufbauen. Hierbei enthalten die Lektionen die tatsächlichen Kursinhalte. Module und Kapitel dienen der Struktur (und du kannst z.B. die Kapitel auch weglassen, wenn du sie nicht brauchst). 

Durch die Aufteilung in Text-, Video- und Audio-Lektionen bist du ziemlich flexibel, was die Inhalte angeht. Zu jeder Lektion kannst du außerdem weitere Ressourcen hinzufügen, z.B. Downloads oder Links.

Erstelle den kompletten Kursbereich im Drag&Drop Editor

Auf den Screenshots siehst du Beispiele, wie deine Onlinekurse aussehen können. Das Besondere an Thrive Apprentice ist aber: Du erstellst den gesamten Kursbereich in einem Drag&Drop Editor.

Das bedeutet: Du bist komplett flexibel, was das Design angeht – ohne, dass du dafür irgendwelche Programmierkenntnisse brauchst!

Dank der Templates geht das sogar wirklich schnell – aber dazu später mehr.

Kostenlose oder bezahlte Onlinekurse anbieten

Thrive Apprentice macht es dir leicht, auch kostenlose Onlinekurse anzubieten. Diese kannst du zum Reinschnuppern nutzen, also z.B. als Freebie für alle, die sich für deinen Newsletter anmelden.

Bei bezahlten Kursen hast du die Möglichkeit, die ersten Lektionen als  Vorschau freizuschalten, sodass alle Interessent:innen schon mal einen Einblick in den Kurs erhalten.

Wie genau du die Zugänge verwaltest, damit immer die richtigen Leute Zugang zu den Kursen haben, schauen wir uns später natürlich noch im Detail an.

Thrive Apprentice: Den Kursbereich einrichten

Erstmal starten wir ein paar Schritte vorher – denn wenn du anfängst, mit Thrive Apprentice zu arbeiten, musst du im ersten Schritt deinen Kursbereich einrichten.

Das Plugin führt dich mithilfe des „School Wizards“ hier einmal durch den kompletten Prozess:

  • Die Kursseite anlegen
  • Das Branding festlegen
  • Templates auswählen

Die Templates hab ich gerade schon kurz erwähnt. Die sind definitiv einer der Pluspunkte von Thrive Apprentice!

Für alle Kursinhalte und -seiten, die es so gibt, stehen dir hier Vorlagen zur Verfügung. Du kannst dir einfach die raussuchen, die dir am meisten zusagt.

Du wirst durch diese Ersteinrichtung wie gesagt komplett durchgeleitet und kannst so auch nichts vergessen.

Schau dir hier im Video im Detail an, wie die Ersteinrichtung in Thrive Apprentice funktioniert:

Wenn du das erledigt hast, kannst du deine Onlinekurse anlegen.

Onlinekurse erstellen in Thrive Apprentice

Du kannst in Thrive Apprentice beliebig viele Onlinekurse erstellen, die auch beliebig viele Inhalte enthalten können. Du bist also überhaupt nicht eingeschränkt.

Wenn du eine große Anzahl an Onlinekursen anbietest, kannst du sie in unterschiedliche Kategorien aufteilen. So kann man auf der Kursseite dann z.B. entsprechend filtern.

Schritt 1: Die Kursdetails

Wenn du einen neuen Onlinekurs erstellst, gibst du im ersten Schritt alle wichtigen Details an:

  • Name des Kurses
  • eine kurze Beschreibung
  • ein Kursbild

Du kannst außerdem entscheiden, ob beim Kurs das Kommentieren erlaubt ist und welche Beschreibung du bei der oder dem Kursersteller:in anzeigen möchtest.

Diese ganzen Infos werden dann auf der Kursübersichtsseite angezeigt, die du ebenfalls hier in der Detailansicht bearbeiten kannst (nachdem du einmal zwischengespeichert hast).

Schritt 2: Die Kursinhalte

Im nächsten Schritt fügst du die Kursinhalte hinzu.  

Module

Module sind immer die oberste Ebene der Kursinhalte. Innerhalb eines Moduls kannst du Kapitel hinzufügen und innerhalb der Kapitel wiederum die Lektionen.

Kapitel kannst du allerdings auch weglassen. Wenn du ein neues Modul hinzufügst, sieht das so aus:

Du gibst also den Namen an, eine kurze Beschreibung, worum es im Modul geht und fügst auch hier wieder ein Bild hinzu.

In Thrive Apprentice erhält jedes Modul eine extra Seite, quasi eine Übersicht mit allen Inhalten. Diese Seite kannst du ebenfalls bearbeiten und hier z.B. weiteren Text oder ein kurzes Video hinzufügen.

Kapitel

Kapitel kannst du nutzen, um deinen Kurs besser zu strukturieren. Für die einzelnen Kapitel gibt es keine Übersichtsseite, das ist also anders als bei Modulen.

Den Kapiteln gibst du also nur einen Namen – mehr gibt es hier nicht zu beachten. Wenn du diese „Zwischenebene“ nicht brauchst, lass sie einfach weg.

Lektionen

Die Lektionen sind der Kern deiner Onlinekurse, hier fügst du nämlich die tatsächlichen Kursinhalte ein. Bei der Erstellung legst du zunächst fest, ob es sich um eine Text-, Audio- oder Videolektion handelt.

Je nachdem fügst du dann in den Lektions-Details auch direkt die Audio- oder Video-Datei hinzu. Bei Textlektionen kannst du ein Coverbild einfügen.

Du hast außerdem die Möglichkeit, weitere Ressourcen zu den Lektionen hinzuzufügen. Das können PDFs zum Download sein aber auch weiterführende Links.

Hier eingefügt, werden die Ressourcen automatisch auf der Lektionsseite angezeigt:

Den tatsächlichen Inhalt der Lektion (bei Textlektionen also z.B. der Text) erstellst du im Thrive Architect. Du bist also sehr flexibel, was die Gestaltung der Kursinhalte angeht!

Den ganzen Prozess, wie du in Thrive Apprentice die Onlinekurse erstellst, kannst du dir auch hier im Video anschauen:

Wenn die Kursinhalte stehen, geht es an die Zugänge. Schließlich soll nicht einfach jeder, der auf deiner Website kommt, einfach alle Kursinhalte anschauen können.

Kurszugänge: Wer hat Zugriff auf welchen Kurs?

Standardmäßig sind deine Onlinekurse in Thrive Apprentice nicht „gesperrt“, sondern für jeden zugänglich. Wie du das änderst, schauen wir uns gleich an.

Vorher kommen wir zu einem ganz wichtigen Punkt: Der Login-Seite.

Du musst den Leuten, die deine Kurse anschauen wollen, natürlich eine Möglichkeit geben, sich in den Kursbereich einzuloggen. Praktischerweise enthält die Thrive Suite alles, was du dafür brauchst.

Am einfachsten ist es nämlich, wenn du die Login-Seite im Thrive Architect erstellst. Hier steht dir ein Login-Formular zur Verfügung, das du auf der Seite einfügen und beliebig designen kannst.

Das Formular bietet dir verschiedene Optionen:

  • nur Login
  • nur Registrierung
  • Login und Registrierung

Wenn du auch kostenlose Onlinekurse anbietest, solltest du die letzte Option wählen. So können sich die Leute für die Kurse registrieren und es wird automatisch ein Benutzerkonto erstellt.

Schau dir hier im Video an, wie du die Login-Seite mit dem Thrive Architect erstellst:

Okay, die Login-Seite ist also die Grundvoraussetzung. Schauen wir uns jetzt an, wie du bei den einzelnen Kursen einstellst, wer darauf Zugriff hat.

Das kannst du im dritten Reiter „Access Restricions“ ändern.

Welche Einstellungen du hier brachst, hängt davon ab, ob es sich um einen kostenlosen oder einen bezahlten Kurs handelt.

Kostenloser Onlinekurs

Wir gehen in diesem Szenario davon aus, dass der Kurs zwar kostenlos ist – man sich aber trotzdem registrieren muss, um darauf zugreifen zu können.

Diese Registrierung passiert wie gesagt über das Formular auf der Login-Seite. Dann wird ein Benutzerkonto in WordPress erstellt. Als Benutzerrolle wählst du hier am besten „Subscriber“.

Bei deinem Onlinekurs legst du jetzt fest, welche Benutzerrollen Zugriff auf den Kurs haben sollen – setzt also auch hier das Häkchen bei Subscriber:

Wer sich registriert hat und in seinem Benutzerkonto eingeloggt ist, kann jetzt auf den Kurs zugreifen. Für alle anderen sind die Inhalte gesperrt.

Bezahlter Onlinekurs

Für bezahlte Kurse hast du Stand heute (September 2021) drei verschiedene Möglichkeiten:

  • Bezahlung über ThriveCart (was übrigens nichts mit der Thrive Suite zu tun hat)
  • Bezahlung über SendOwl
  • Bezahlung über WooCommerce

Mehr Integrationen mit Bezahlanbietern gibt es aktuell nicht – womit wir beim größten Knackpunkt von Thrive Apprentice wären, den ich ganz am Anfang erwähnt habe.

Leider ist es nicht möglich, die Onlinekurse z.B. mit Digistore24 zu verknüpfen – das wäre meine Wunschkombination. (Hab ich auch schon angefragt. Kannst du hier auch machen, vielleicht hilft's ja.)

Welcher der drei verfügbaren Bezahlanbieter jetzt der beste ist, ist schwer zu sagen. Am besten schaust du dir alle drei Optionen im Detail an und guckst, was für dich am besten passt.

Alles zu den Kurszugängen und wie du sie einrichtest kannst du dir hier auch nochmal im Video anschauen:

Du siehst: Mit Thrive Apprentice ist es ziemlich einfach, Onlinekurse auf der eigenen Website zu erstellen!

Thrive Apprentice auf Deutsch übersetzen

Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass im Kursbereich, den du mit Thrive Apprentice erstellst, viele Begriffe auf Englisch angezeigt werden.

Einheitlich auf Deutsch ist natürlich etwas schöner. Dafür gibt's zwei wichtige Stellschrauben:

Einstellungen: Labels & Translations

In den Einstellungen von Thrive Apprentice findest du den Reiter „Labels & Translations“. Wie der Name schon sagt, kannst du hier sämtliche Labels, Buttons usw. übersetzen.

Aus „Next lesson“ kannst du hier z.B. „Nächste Lektion“ machen und aus „Continue Course“ wird „Kurs fortsetzen“. Diese Einstellungen werden dann für den gesamten Kursbereich übernommen.

Templates bearbeiten

Was jetzt noch auf Englisch angezeigt wird, kannst du über die einzelnen Templates anpassen. So wie hier auf der Modulübersicht zum Beispiel:

Alle im Bild markierten Stellen kannst du anpassen, wenn du das Template bearbeitest. Füg dort einfach den gewünschten Text auf Deutsch ein, also z.B. „Zur Lektion“ und „Kommentare geschlossen“.

Tipp: Wenn du in deinen Onlinekursen generell keine Kommentarfunktion anbietest, lösch im Template einfach das gesamte Kommentarfeld.

So kannst du deinen Kursbereich also komplett auf Deutsch übersetzen! Du kennst das Spiel mittlerweile – den ganzen Prozess kannst du auch nochmal hier im Video anschauen:

Warum solltest du deine Onlinekurse mit Thrive Apprentice erstellen?

Jetzt hast du Thrive Apprentice also kennengelernt und weißt, wie du damit deine Onlinekurse erstellen kannst. Die Frage ist: Warum solltest du das Plugin verwenden – und kein anderes?

Das Hauptargument ist aus meiner Sicht tatsächlich die Tatsache, dass du nicht nur Zugriff auf das eine Plugin erhältst, sondern auf die gesamte Thrive Suite.

Du hast also nicht nur alles, was du für deine Onlinekurse an sich brauchst, sondern auch fast alle Tools für das Marketing drumherum!

Das bedeutet im Klartext:

Und das sind nur die Tools, die dir beim Marketing für deinen Onlinekurs helfen. Du kannst deine gesamte Website mit dem Thrive Theme Builder aufbauen, der ebenfalls in der Suite enthalten ist.

Die Thrive Suite lohnt sich aus meiner Sicht also auch dann, wenn du dich am Ende gegen Thrive Apprentice entscheidest, weil dir z.B. die Zahlungsanbieter gerade noch nicht passen.

Du kriegst hier einfach das beste Komplettpaket für dein Marketing! Alles, was du zur Thrive Suite wissen musst, hab ich hier auch nochmal zusammengefasst.

Die Vor- und Nachteile von Thrive Apprentice

Lass uns abschließend mal einen Blick auf die Vor- und Nachteile von Thrive Apprentice werfen!

Vorteile

Nachteile

Fazit

Fassen wir also nochmal zusammen: Die Thrive Suite lohnt sich sowieso, wenn du mit deiner Website Marketing für deine Angebote machen möchtest (seien es Onlinekurse oder andere Produkte und Dienstleistungen)!

Mit Thrive Apprentice erhältst du ein richtig gutes Plugin, um einen eigenen Kursbereich aufzubauen, den du komplett flexibel gestalten kannst – ohne, dass du dafür irgendwelche Programmierkenntnisse bräuchtest.

Der einzige Hakten sind aktuell die Integrationen zu den Zahlungsanbietern. Die sind okay, aber nicht optimal.

Ich geb die Hoffnung aber nicht auf, dass Digistore24 irgendwann dazukommt oder zumindest über Zapier verknüpft werden kann!

Und jetzt du: Hast du Thrive Apprentice schon im Einsatz oder noch Fragen dazu? Schreib's gerne in die Kommentare!

 

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Hinweis: Bei den Links zu Thrive Apprentice handelt es sich um Affiliate Links. Wenn du dir darüber die Thrive Suite kaufst, erhalte ich eine Provision – für dich ändert sich am Preis natürlich überhaupt nichts!

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