Sendinblue Guide: Alles, was du zum Newsletter-Tool wissen musst

E-Mail-Marketing mit Sendinblue: Der ultimative Guide (inkl. Video-Tutorial)

Du willst E-Mail-Marketing machen und einen regelmäßigen Newsletter schreiben – aber in Sachen DSGVO und Datenschutz auf der sicheren Seite sein?

Dann brauchst du ein Tool, das mindestens aus Europa kommt (die Ami-Tools nehmen das Thema leider oft noch nicht ganz so ernst).

Sendinblue wäre so ein Tool: Verantwortlich ist eine deutsche GmbH, das Thema Datenschutz kannst du also abhaken.

Allerdings willst du vermutlich trotzdem nicht auf gute Funktionalität verzichten, oder? Und hier haben die amerikanischen Tools doch oft noch die Nase vorn. Ob Sendinblue da mithalten kann und welche Funktionen dir für dein E-Mail-Marketing zur Verfügung stehen, erfährst du in diesem Guide!

Sendinblue im Überblick

  • Sitz in Europa und auf Deutsch: Sendinblue ist ein richtig gutes Newsletter-Tool (so viel schon mal vorab), das nicht nur auf Deutsch verfügbar ist (inkl. deutschem Support), sondern auch absolut DSGVO-konform.
  • Preismodell: Bei Sendinblue spielt es keine Rolle, wie viele Kontakte du in deiner Liste hast – der Preis basiert auf der Anzahl der E-Mails, die du verschickst.
  • Fortgeschrittene Automationen: Neben klassischen Newslettern kannst du dein E-Mail-Marketing mit Sendinblue auch automatisieren.
  • Weitere Funktionen: Sendinblue kann – abhängig vom gewählten Paket – auch SMS-Marketing, Live-Chat und Landing Pages!

Die Funktionen von Sendinblue im Überblick

Sendinblue selbst teilst seine Kernfunktionen in drei Kategorien ein: Kommunizieren, personalisieren und konvertieren.

Daneben gibt's noch verbessern und integrieren – du kriegst also ein All-in-one-Tool für dein E-Mail-Marketing, das sogar noch einige Funktionen darüber hinaus bietet wie z.B. das SMS-Marketing oder einen Live-Chat für deine Website.

Schauen wir uns die einzelnen Bereiche mal im Detail an!

Kommunizieren

  • E-Mail-Marketing: Das ist natürlich der Kern des ganzen. Du verschickst Newsletter, die du im Drag&Drop Editor erstellst und an relevante Kontakte aus deiner Liste verschickst.
  • SMS-Marketing: Auch das ist mit Sendinblue möglich, sofern du die Handynummer deiner Kontakte abfragst.
  • Chatten: Wenn du mit deinen Leser:innen und potenziellen Kund:innen in Echtzeit kommunizieren möchtest, geht das mit dem Live-Chat, den du auf deiner Website integrieren kannst.

Personalisieren

  • Marketing Automation: E-Mail-Marketing ist dann besonders mächtig, wenn du es automatisierst, z.B. in Form einer Willkommensserie oder Verkaufskampagnen für deine Produkte. Mit Sendinblue ist das kein Problem.
  • Segmentierung: Du kannst genau auswählen, wem von deinen Kontakten du welche E-Mail schicken möchtest, um wirklich nur relevante Inhalte zu versenden.
  • CRM: Im CRM kannst du sämtliche Kontakte, Interessent:innen und Kund:innen speichern und siehst genau, wer wo gerade steht.
  • Transaktionsmails: Auch Transaktionsmails wie Bestellbestätigungen kannst du mit Sendinblue gestalten und versenden. Dazu verknüpfst du das Tool z.B. mit WooCommerce.

Konvertieren

  • Landing Pages: Für einzelne Angebote oder deine Newsletter-Anmeldung allgemein kannst du mit Sendinblue Landing Pages erstellen, um z.B. Facebook Ads dafür zu schalten.
  • Anmeldeformulare: Um deine E-Mail-Liste aufzubauen, solltest du an verschiedenen Stellen auf deiner Website Anmeldeformulare einbauen. Auch die kannst du direkt in Sendinblue erstellen und dann z.B. in WordPress einbetten.

Verbessern

  • Alle wichtigen Statistiken: Du siehst Öffnungs- und Klickraten deiner Kampagnen in Echtzeit.
  • A/B-Tests: Mit Tests verbesserst du deine Statistiken, indem du z.B. zwei unterschiedliche Betreffzeilen gegeneinander testest und herausfindest, welche Variante mehr geöffnet wird. Diese Tests kannst du mit Sendinblue leicht umsetzen.
  • Heat Map: Ein sehr spannendes Feature, mit dem du tracken kannst, wie genau deine Kontakte die E-Mails lesen, um diese dann entsprechend zu optimieren.

Das war ein Überblick über die Funktionen, die bei Sendinblue enthalten sind – und du siehst schon: Du musst hier keine Abstriche machen im Vergleich zu amerikanischen Tools wie z.B. ConvertKit.

Im Video-Tutorial stelle ich dir die Kernfunktionen für's E-Mail-Marketing im Detail vor (und dazu kommen wir jetzt im Guide auch nochmal genauer):

Formulare, Listen und Double Opt-in

Um deine E-Mail-Liste aufzubauen, brauchst du die gerade schon angesprochenen Formulare auf deiner Website. Diese kannst du direkt in Sendinblue erstellen.

Hier hast du die Möglichkeit, die sog. „DSGVO-Felder“ einzubauen: Eine Checkbox zur Bestätigung der Datenschutzerklärung und die Info, dass du Sendinblue für den E-Mail-Versand und das Speichern der Daten verwendest.

Was davon du nutzt, musst du selbst entscheiden (das hier ist keine Rechtsberatung). Allein, dass es aber diese Möglichkeit von Haus aus gibt, ist natürlich sehr viel wert und hebt Sendinblue gerade von den Ami-Tools extrem ab, die an sowas vermutlich niemals denken würden.

Was mir bei Sendinblue generell gefällt: Du wirst Schritt für Schritt durch den Prozess geleitet, alle wichtigen Einstellungen für das Formular zu treffen und erstellt das Formular selbst dann im Drag&Drop Editor. Der ist ohne viel Einarbeitungszeit leicht zu bedienen.

Per iframe kannst du die Formulare dann auf deiner WordPress-Website einbinden. Das musst du jeweils manuell machen, also für jede Seite oder jeden Beitrag einzeln.

Die Formulare an sich sind – wie bei den meisten E-Mail-Marketing-Tools – nicht sehr flexibel zu gestalten und auch nicht sonderlich schön oder (besonders wichtig) conversionoptimiert.

Wenn du da gerne mehr Gestaltungsspielraum hättest, kannst du die Formulare z.B. auch mit Elementor Pro erstellen und sie mit Sendinblue verknüpfen – hier gibt es eine direkte Integration!

Noch mehr Möglichkeiten und vor allem mehr Marketingfokus (z.B. durch A/B-Tests der Formulare) bietet Thrive Leads.

Der Anmeldeprozess

Nach der Anmeldung über ein Formular – egal mit welchem Tool erstellt – landen die Kontakte in einer Liste. Eine E-Mail-Adresse zählt dabei als ein Kontakt, egal in wie vielen Listen der Kontakt ist.

Wenn du sehr viele Listen erstellst, kannst du diese sogar in Ordner einsortieren, um es übersichtlich zu halten.

Das Double Opt-in ist natürlich Standard – du kannst die Double Opt-in Mail mit Sendinblue individuell erstellen und deinen eigenen Text reinschreiben.

Du hast die Möglichkeit, eine Standard-Mail für alles zu nehmen oder eine eigene für jedes Freebie bzw. jedes Angebot zu erstellen, da bist du ganz flexibel.

Die Anleitung für Formulare, Listen und das Double Opt-in findest du oben im Video!

Marketing Automation

Die Marketing Automation bietet dir die Möglichkeit, einzelne Teile deines E-Mail-Marketings zu automatisieren, z.B. für Willkommensmails nach der Anmeldung.

Im Editor für die Automations baust du dir einen Flow aus den einzelnen Bestandteilen zusammen. Los geht's immer mit einem Trigger, z.B. der Anmeldung über ein bestimmtes Formular – anschließend kannst du automatisiert E-Mails verschicken, Kontakte zu Listen hinzufügen usw.

Wichtig ist: Die E-Mails an sich solltest du auf jeden Fall vorher schreiben und auch vorher schon in Sendinblue anlegen. Anders als bei anderen Tools musst du die Automation-Mails nämlich als Vorlage anlegen (wie z.B. auch die DOI-Mail) und kannst sie dann in der Automation auswählen.

Das ist etwas umständlich und es ist wichtig, die E-Mails gut zu benennen, damit du sie möglichst einfach zuordnen und auswählen kannst.

Insgesamt ist die Marketing Automation aber sehr flexibel und ermöglicht es dir, neben deinem regulären Newsletter einzelne E-Mail-Sequenzen zu automatisieren!

Newsletter schreiben

Bleiben wir beim Newsletter: Den erstellst du (genau wie die E-Mail-Vorlagen) in einem Drag&Drop Editor.

Du kannst für bestimmte Blöcke (wie z.B. den Footer) auch eigene Blöcke speichern, sodass du sie nicht jedes Mal neu gestalten musst, was sehr praktisch ist. Je nachdem, was für eine Art von Newsletter du schreibst, kannst du dann den passenden Block für die E-Mail auswählen.

Praktisch ist auch die Auswahl der Empfänger:innen – hier kannst du nämlich sehr detailliert auswählen, an wen die E-Mail gehen soll!

Du kannst ganz simpel eine Liste auswählen oder deutlich spezifischer werden, indem du z.B. nur die Kontakte einer Liste auswählst, die auf einen bestimmten Link geklickt haben.

Die Preise von Sendinblue

Anders als bei anderen Newsletter-Tools basiert der Preis von Sendinblue nicht auf der Anzahl der Kontakte – die sind immer unbegrenzt. Stattdessen ist die Anzahl der E-Mails entscheidend, die du versendest, in Kombination mit den Funktionen, die du brauchst.

Du kannst Sendinblue für bis zu 300 E-Mails pro Tag kostenlos nutzen.

Der erste Bezahlplan ist Lite. Hier kommt es jetzt auf die E-Mails pro Monat an. Für 20.000 versendete E-Mails liegst du bei 19€/Monat, für 100.000 sind es 59€. Diese Funktionen sind enthalten:

  • 1 Nutzer:in für den Live-Chat
  • kein tägliches Versandlimit (wichtig, wenn du z.B. einen Newsletter an mehr als 300 Kontakte verschickst)

Für 9€ mehr im Monat gibt es den Plan Lite+ – erst damit kannst du das Sendinblue-Logo aus dem Footer der E-Mails entfernen und A/B-Tests sind möglich.

Wenn du mehr Funktionen brauchst, gibt es den Premium-Plan. Hier zahlst du 49€/Monat für 20.000 E-Mails und 89€ für 100.000, dafür sind dann noch dabei:

  • Landing Pages
  • unbegrenzte Marketing Automation (vorher nur für bis zu 2.000 Kontakte)
  • Telefon-Support (vorher nur E-Mail)
  • die Newsletter-Heatmap

Bei jährlicher Zahlung sparst du 10%!

Insgesamt finde ich die Preise von Sendinblue fair – besonders, wenn du nur selten Newsletter verschickst und wenig automatisierte Sequenzen hast, kannst du hier recht günstig wegkommen. Andererseits geht der Preis natürlich schnell hoch, wenn du sehr viele E-Mails an eine große Liste verschickst.

Vor- und Nachteile auf einen Blick

Schauen wir uns die Vor- und Nachteile von Sendinblue mal auf einen Blick an:

Vorteile

  • deutsche GmbH und deutsche Server, absolut DSGVO-konform
  • deutscher Support (je nach Plan auch per Telefon)
  • das Tool ist generell auf Deutsch verfügbar
  • übersichtlich aufgebaut, keine große Einarbeitung nötig
  • E-Mail-Marketing wird durch weitere Funktionen wie Live-Chats und SMS-Marketing erweitert
  • alle E-Mails sind automatisch responsive
  • es gibt einen kostenlosen Plan

Nachteile

  • bei sehr vielen versendeten E-Mails (z.B. große Liste, viele Automations) geht der Preis schnell hoch
  • Formulare sind nicht sehr flexibel, was das Design angeht

Fazit: Lohnt sich Sendinblue?

Meiner Meinung nach ist Sendinblue aktuell das beste europäische Newsletter-Tool! Es ist übersichtlich aufgebaut und muss sich was die Funktionen angeht nicht vor der amerikanischen Konkurrenz verstecken.

Das Preismodell ist vor allem interessant, wenn du gerade erst startest (und eh nicht mehr als 300 Kontakte hast, dementsprechend auch nicht mehr als 300 E-Mails pro Tag verschickst) oder eine sehr große Liste hast, an die du nur selten oder unregelmäßig E-Mails schickst.

Dass du auch Transaktionsmails über Sendinblue verschicken kannst, ist natürlich besonders praktisch, wenn du z.B. einen Onlineshop mit WooCommerce hast – dann kannst du Transaktionsmails und E-Mail-Marketing über ein einziges Tool steuern.

Ich kann dir auf jeden Fall empfehlen, dir einen kostenlosen Account bei Sendinblue anzulegen und das Tool einfach mal selber zu testen!

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Hinweis: Bei den Links zu Sendinblue handelt es sich um Affiliate Links. Wenn du dir darüber einen Account erstellst, erhalte ich eine Provision – für dich ändert sich am Preis natürlich überhaupt nichts!

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Hi, ich bin Lea! 2017 habe ich mein erstes Online-Projekt Punktkariert an den Start gebracht und neben meiner Liebe für's Schreiben vor allem auch meine Liebe für Tools entdeckt.

Ja, es klingt komisch... aber ich könnte mich stundenlang darin verlieren, neue Tools zu entdecken. (Könnte? Okay, es passiert regelmäßig. #nerd)

Die eigene Website, das Marketing drumherum, Produkte online erstellen und verkaufen - all das ist einfacher mit den richtigen Tools. Und genau diese Tools lernst du hier kennen!

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