Elementor Review 2020: Was kann der beliebte Pagebuilder?

WPBakery, Beaver Builder, Divi, Elementor – um mal nur ein paar zu nennen: Die Bandbreite an Pagebuilder Plugins, mit denen du deine Website gestalten kannst, ist mittlerweile ziemlich groß!

Mein Plugin der Wahl ist Elementor und genau darum soll es in dieser Review jetzt auch gehen.

Das WordPress Plugin Elementor wurde erst 2016 an den Start gebracht, ist damit also eines der neueren Plugins. Trotzdem gibt es mittlerweile bereits über 4 Millionen aktive Installationen, also wirklich sehr, sehr viele!

Kurz nach Erscheinen wurde auch eine kostenpflichtige Pro Version veröffentlicht, auf die ich später auch noch im Detail eingehen werde.

Ich selber arbeite seit 2017 mit Elementor – mittlerweile auch immer mit der Pro Version – und keine Website kommt bei mir ohne aus.

Dabei kann ich schon mal vorwegnehmen: Ich hab weiß Gott keine Programmier-Skills, und trotzdem kann ich mit Elementor super arbeiten. Aber lass uns jetzt mal ein bisschen ins Detail gehen!

Elementor Basics: Installation und Wahl des Themes

Ganz egal, ob du mit Elementor Pro arbeiten möchtest oder nicht: Zuerst musst du in jedem Fall die kostenlose Version installieren! Diese kannst du entweder hier über die Website herunterladen oder du gehst direkt über das Plugin Verzeichnis in WordPress.

Um zu starten, braucht es dann auch keine weiteren Einstellungen: In Seiten und Beiträgen erscheint jetzt die Option „Mit Elementor bearbeiten“ und du kannst direkt loslegen.

Der Elementor Button im Classic Editor
Der Elementor Button im Gutenberg Editor

Stellt sich also nur noch die Frage: Welches Theme wähle ich am besten, wenn ich mit Elementor arbeiten möchte?

Da Elementor ja ein Plugin ist, brauchst du in jedem Fall ein Theme, das das Grundgerüst für deine WordPress Website bildet.

Laut Elementor selber bist du bei der Wahl völlig frei, das Plugin soll nämlich wirklich bei jedem Theme funktionieren. Es gibt aber auch Themes, die selber damit werben, perfekt mit Elementor zu harmonieren – eines davon ist das kostenlose Astra Theme, das ich auch selber am liebsten verwende.

Mit Elementor zu starten ist also schon mal wirklich unkompliziert und auch die Arbeit mit dem Plugin an sich ist für Einsteiger gut zu machen! Dazu kommen wir jetzt.

Elementor Review: Die kostenlose Version im Detail

Schauen wir uns also als erstes die kostenlose Version an. Während du mit Elementor Pro wirklich deine komplette Website gestalten kannst (dazu dann später mehr), kannst du mit der kostenlosen Variante den Inhaltsbereich von Seiten und Beiträgen gestalten.

Elementor Review: Inhaltsbereich

Links in der Spalte werden dir sämtliche sogenannten Widgets angezeigt, die dir zur Verfügung stehen – und wenn du eins davon ausgewählt hast, triffst du hier auch alle deine Einstellungen.

Das Ganze ist ein Drag&Drop Editor, du kannst dir die Widgets also genau da hinziehen, wo du sie haben möchtest. Du kannst mit einer oder mehreren Spalten arbeiten und alles geschieht in nur ein paar Klicks, ohne jegliches Coding oder Programmieren!

Elementor nutzt außerdem einen sogenannten What You See Is What You Get (WYSIWYG) Editor. Du siehst also alles immer genau so, wie es dann am Ende auch auf deiner Website aussehen wird – sehr praktisch.

Die einzelnen Widgets sind immer aufgeteilt in die drei Bereiche Inhalt, Stil und Erweitert.

Elementor Review: Aufbau der einzelnen Widgets

Die Arbeit im Editor läuft generell super flüssig und wenn man erstmal das Grundsystem raus hat (was sehr schnell der Fall ist, ehrlich), kann man in wirklich kurzer Zeit Seiten und Beiträge erstellen!

Wenn doch mal etwas haken sollte, hilft eigentlich immer ein Neuladen der Seite.

Die kostenlose Version von Elementor beinhaltet insgesamt ca. 30 Widgets, die dir zur Verfügung stehen:

Elementor Review: Basic Widgets

Optimierung deiner Seite für Mobilgeräte

Ein ganz wichtiger Punkt beim Erstellen von Websites ist natürlich die Optimierung für Mobilgeräte. So viele Leute sind überwiegend mobil unterwegs und es wäre fatal, das zu vernachlässigen.

Glücklicherweise ist aber auch das in Elementor kein Problem: Du kannst jederzeit zwischen Desktop, Tablet und Mobile Ansicht wechseln und so sicherstellen, dass deine Website auf allen Geräten korrekt angezeigt wird.

Elementor Review: Responsive Ansicht

Je nach Widget kannst du unterschiedliche Einstellungen für die einzelnen Geräte treffen, was z.B. die Breite einzelner Bereiche oder die Schriftgröße angeht.

Und es ist auch möglich, einzelne Elemente auszublenden, sodass sie z.B. nur am Desktop angezeigt werden, auf mobilen Geräten dafür aber nicht!

Elementor Review: Die Pro Version im Detail

Jetzt gibt es neben der kostenlosen Variante von Elementor wie gesagt aber auch noch eine Pro Version. Lass uns diese auch mal im Detail anschauen! Jetzt fängt es nämlich an, so richtig Spaß zu machen 🙂

Denn in der Pro Version ist Elementor nicht mehr „nur“ ein Pagebuilder – jetzt wird das Plugin viel mehr ein Theme Builder!

Du kannst mit Elementor Pro jeden einzelnen Bereich deiner Website gestalten, völlig unabhängig vom Theme, das du nutzt. So kannst du also auch deinen Header und Footer, deine Archiv- und Blogseiten usw. völlig individuell gestalten!

Das habe ich z.B. hier auf der Toolkiste Website gemacht: Header und Footer sowie Blog- und Kategorieseiten sind komplett mit Elementor Pro erstellt (abgesehen natürlich von den einzelnen Seiten, die du ja auch mit der kostenlosen Version schon gestalten kannst).

Elementor Pro kaufst du direkt über die Website und erhältst dann ein extra Plugin, das du installieren musst. So geht übrigens auch nichts von deiner bisherigen Arbeit mit Elementor verloren, du gewinnst nur eine große Menge an Funktionen dazu!

Der Theme Builder von Elementor im Detail

Mit dem Themebuilder kannst du also jeden Teil deiner Website individualisieren. Dabei arbeitest du mit Templates, die du erstellst (z.B. für den Footer). Folgende Bereiche sind hier mit dabei:

Du legst jeweils Regeln fest, wo genau diese Templates angezeigt werden sollen. So kannst du also für deinen Footer einstellen, dass dieser auf der kompletten Website angezeigt werden soll außer auf der Startseite, oder für einzelne Seiten und/oder Kategorien einzelne Footer erstellen.

Du hast quasi keine Limits, kannst dich voll austoben und bist nicht mehr an die vorgegebenen Designs deines Themes gebunden!

Du erreichst den Theme Builder praktischerweise direkt vom Elementor Editor aus, siehst in der Übersicht genau, welche Templates du für welche Bereiche erstellt hast und kannst easy neue hinzufügen.

Alles über den Elementor Theme Builder kannst du dir im Detail nochmal in meinem Theme Builder Guide durchlesen, dort findest du auch Video-Tutorials!

Weitere Elementor Pro Funktionen

Der Theme Builder ist tatsächlich noch nicht alles, was du mit der Pro Version erhältst. Dir stehen noch über 50 zusätzliche Widgets zur Verfügung, mit denen du deine Website nochmal um einiges professioneller gestalten kannst.

Darüber hinaus gibt es außerdem einen Popup-Builder, mit dem du – wie der Name schon sagt – Popups gestalten und dann auf deiner Website einbinden kannst. Diese kannst du z.B. auch nutzen, um deine E-Mail-Liste aufzubauen, Upsells und ähnliche Produkte anzubieten oder ein Login Formular anzuzeigen.

Elementor Pro bietet außerdem auch eine super Anbindung zu WooCommerce! Du kannst damit also auch deinen Onlineshop bauen.

Falls du dich jetzt fragst, ob Elementor Pro das Richtige für dich ist, schau gerne auch mal bei meinem Elementor Free vs. Pro Vergleich vorbei.

Hier im Video findest du nochmal die wichtigsten Pro Features im Überblick:

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Weitere nützliche Features von Elementor

Jetzt hast du also schon mal einen Überblick über viele Funktionen von Elementor. Tatsächlich ist hier aber noch nicht Schluss und es gibt noch einige Features, die ich dir auch vorstellen möchte.

Templates: Elementor bietet zahlreiche Templates, also wirklich komplett fertige Seiten, die du als Basis verwenden und dann für dich anpassen kannst. Elementor Pro kommt übrigens nochmal mit über 300 extra Templates. Regelmäßig werden neue hinzugefügt!

Elementor Review: Templates

Landing Pages: Elementor kannst du auch super für dein Marketing verwenden, du kannst damit nämlich auch Landing Pages bauen. Du kannst entweder mit einer komplett leeren Seite starten, sodass also dein Menü usw. ausgeblendet ist (perfekt für Landing Pages), oder du blendest die Sidebar aus.

Hello Theme: Wenn du Elementor Pro nutzt, kannst du dir mal das Hello Theme anschauen. Das kommt aus dem gleichen Hause wie Elementor selbst und hat so gut wie gar keine eigenen Funktionen – braucht es ja auch nicht, schließlich kannst du dann alles mit Elementor Pro einstellen.

Sprache: Elementor ist übrigens weitgehend auf Deutsch verfügbar, auch die Pro Version ist größtenteils übersetzt. Support und Hilfedokumente sind nur auf Englisch verfügbar. Aber dafür hast du ja meine Tutorials 🙂

Kombination mit Drittanbieter Plugins

Elementor ist auch offen für Drittanbieter – theoretisch könntest du also auch dein eigenes Plugin programmieren und dir genau die Widgets bauen, die du noch brauchst.

Da ich sowas aber definitiv nicht kann (und du wahrscheinlich auch nicht), können wir einfach auf die Drittanbieter Plugins zurückgreifen, die es schon gibt, das sind schon eine ganze Menge.

Meinen Favoriten möchte ich dir kurz vorstellen:

Ultimate Addons for Elementor

Ultimate Addons for Elementor: BeispieleUltimate Addons (UAE) habe ich selber schon ausführlich getestet und bin ein großer Fan des Plugins! Was mich hier wirklich überzeugt hat ist die Tatsache, dass dir hier wirklich viele extra Widgets zu Verfügung stehen, die in Elementor (Pro) nicht dabei sind.

Einen Überblick über die enthaltenen Widgets findest du hier.

Das Plugin stammt übrigens aus dem gleichen Haus wie das Astra Theme, das ich vorhin schon erwähnt habe, wird regelmäßig weiterentwickelt und läuft wirklich einwandfrei.

Weitere Premiumerweiterungen sind z.B. Elementor Extras oder Element Pack. Schau dir die Erweiterungen einfach mal an, vielleicht ist ja etwas Passendes für dich dabei!

Wichtig: Du brauchst diese Drittanbieter Plugins natürlich nicht, um mit Elementor zu arbeiten, vor allem nicht alle! Ich arbeite aktuell mit Ultimate Addons, da hier einfach viele zusätzliche Widgets mit dabei sind, die ich auch sehr gut gebrauchen kann, und das Plugin einwandfrei läuft.

Ich würde dir immer empfehlen, erstmal mit Elementor selber zu arbeiten und dich hier gut reinzufinden, und dann kannst du immer noch schauen, ob es noch ein paar zusätzliche Widgets sein dürfen.

Elementor Review: Wie sieht’s mit Preisen aus?

Für Elementor Pro stehen dir 3 Varianten zur Verfügung: Eine Lizenz für eine Seite, für 3 Seiten oder gleich für 1000 Seiten. Ist also auch super geeignet, wenn du als Freelancer*in Websites für Kund*innen baust!

Die Lizenz gilt immer für ein Jahr, danach gibt es nur bei Verlängerung auch weiterhin Support und Updates. Es gibt einen Verlängerungsrabatt von 25%.

Elementor Preise

Übrigens gibt es auch eine 30 Tage Geld zurück Garantie, damit kannst du also eigentlich nichts falsch machen.

Elementor Support

Hier kann ich leider (oder zum Glück?) nicht viel zu sagen, da ich bisher noch nie den Support in Anspruch nehmen musste. Ich habe aber bisher nur Gutes darüber gelesen.

Was, wenn Elementor mal abgeschaltet werden soll?

Falls du eine Seite mit Elementor gestaltest, wird diese natürlich nur so lange wie gewünscht angezeigt, wie das Plugin auch installiert ist. Das ist aber bei jedem Pagebuilder so und kein direkter Nachteil von Elementor.

Wenn Elementor deaktiviert wird, werden die Inhalte einfach untereinander angezeigt. Hier siehst du den direkten Vergleich:

Deine Seite ist also nicht komplett zerschossen, der Inhalt ist noch lesbar, was schon mal gut ist (ist übrigens nicht bei jedem Pagebuilder so der Fall).

Trotzdem würde ich dir raten, dich fix zu entscheiden, ob du mit Elementor arbeiten möchtest oder nicht, bevor du dich an die Arbeit machst. Du merkst schon: Ich kann es dir nur empfehlen!

Elementor Review: Mein Fazit

Jap, es ist wahrscheinlich schon rübergekommen: Ich bin ziemlicher Fan von Elementor. Und ich möchte dir wirklich empfehlen, es einfach mal auszuprobieren und dir selber einen Eindruck zu verschaffen, was für Möglichkeiten du damit einfach hast!

Ob das Plugin auch aus Webdesignersicht allen Prüfungen standhält, kann ich natürlich nicht sagen. Denn ich bin eben keine Designerin und setze auch keine super aufwendigen und aus Designersicht anspruchsvollen Projekte um.

Wenn du aber wie ich z.B. einen Blog hast oder jetzt startest, und über deine Website langfristig auch eine E-Mail-Liste aufbauen und deine eigenen Produkte verkaufen möchtest – dann kann ich dir Elementor zu 100% empfehlen!

Hast du noch Fragen zu Elementor? Schreib sie gerne in die Kommentare.

 

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Einige Links im Beitrag sind Affiliate Links. Wenn du dir darüber Elementor Pro kaufst, erhalte ich eine Vermittlungsprovision – für dich bleibt der Preis selbstverständlich gleich!

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