WordPress Kategorien erstellen, bearbeiten & löschen: So geht’s

Wenn du anfängst, dich mit WordPress zu beschäftigen, wirst du schnell auf die Kategorien stoßen. Kategorien sind extrem hilfreich, um deinem Blog eine gute Struktur zu geben, in der deine Leser:innen sich einfach zurechtfinden!

Wie du WordPress Kategorien erstellen, bearbeiten (und ggf. auch wieder löschen) kannst, das zeige ich dir in diesem Artikel.

Wenn du magst, kannst du dir das ganze Tutorial auch hier im Video anschauen:

Wozu sind die Kategorien in WordPress überhaupt da?

Stell dir vor, du hast deinen Blog einige Jahre – da kann es gut sein, dass im Laufe der Zeit hunderte Blogartikel zusammengekommen sind. Wer jetzt neu auf deinen Blog stößt, will sich vielleicht erstmal zurechtfinden und ein bisschen stöbern.

In dem Fall sind Kategorien extrem hilfreich: Ich als Leserin kann mir erstmal einen Überblick verschaffen, über welche Themen du eigentlich so schreibst. Denn genau das sind WordPress Kategorien im Endeffekt: Unterthemen für deinen Blog!

Kategorien sollen deinem Blog also eine Struktur geben und dafür sorgen, dass deine Leser:innen sich gut zurechtfinden.

Auf dieser Website geht es zum Beispiel um Tools für dein Online-Business. Das ist das Hauptthema, das ich mithilfe der Kategorien wiederum in verschiedene Unterthemen unterteilt habe:

  • WordPress
  • Marketing
  • Produktivität & Organisation
  • Online-Business allgemein

Da die allermeisten meiner Leser:innen am Desktop auf die Website kommen, habe ich die Kategorien dort direkt unterhalb des Headers eingebaut. Wer also nur Tipps zu WordPress sucht, kann sich ganz schnell die passenden Blogartikel raussuchen!

2 Wege, wie du WordPress Kategorien erstellen kannst

Es gibt nicht nur einen, sondern gleich zwei Wege, wie du in WordPress Kategorien erstellen kannst. Schauen wir uns beide mal an!

Kategorien erstellen über das Menü

Wenn du in deinem WordPress Dashboard bist, findest du unter dem Punkt „Beiträge“ auch die Option „Kategorien“. Das liegt ganz einfach daran, dass du nur Beiträge einer Kategorie zuordnen kannst – und nicht den Seiten.

So sieht die Kategorieübersicht aus:

Hier kannst du jetzt ganz einfach eine neue Kategorie erstellen, indem du den Namen und die Titelform eingibst. Der Name ist das, was auch nach außen hin auf deinem Blog als Name der Kategorie zu sehen ist. Die Titelform ist die URL.

Beachte bei der URL, keine Umlaute zu verwenden. Außerdem gilt: Je kürzer, desto besser!

Im Prinzip war's das schon – mehr musst du nicht machen, um eine neue Kategorie zu erstellen! Du hast aber optional noch die Möglichkeit, eine Beschreibung hinzuzufügen. Wenn du fertig bist, klickst du auf den blauen Button – und das war's schon.

Außerdem kannst du eine übergeordnete Kategorie auswählen. Das macht Sinn, wenn du sehr viele Kategorien hast. Nehmen wir einen Reiseblog als Beispiel: Hier würde es Sinn machen, für jeden Kontinent eine Kategorie zu erstellen. Wir hätten also fünf Hauptkategorien:

  • Europa
  • Asien
  • Australien
  • Amerika
  • Afrika

Als Leserin kann ich mir so schon mal den Kontinent aussuchen, über den ich mehr erfahren möchte. Um die Blogartikel aber noch besser zu sortieren, würde ich für jedes Land, über das ich schreibe, eine Unterkategorie anlegen. Das könnte dann so aussehen:

  • Europa – Portugal, Italien, Schweden
  • Asien – Thailand, Malaysia, Vietnam, Kambodscha
  • Australien
  • Amerika – USA, Kanada, Mexiko
  • Afrika – Südafrika, Namibia

Das Prinzip der Unterkategorien ist klar, oder?

Kategorien erstellen direkt im Beitrag

Die zweite Möglichkeit, in WordPress eine Kategorie zu erstellen, findest du direkt im Beitragseditor. Falls du also gerade beim Schreiben merken solltest, dass dir noch die passende Kategorie fehlt, kannst du das hier einfach direkt machen.

Auch hier gibst du den Namen und ggf. die übergeordnete Kategorie an und fertig! Die Titelform, also die URL, kannst du hier allerdings nicht bearbeiten. Dazu müsstest du in die Kategorieübersicht wechseln.

Der Beitrag, den du gerade bearbeitest, ist jetzt übrigens automatisch der neuen Kategorie zugeordnet!

So weist du jedem Beitrag eine Kategorie zu

Denn das ist natürlich ein obligatorischer Schritt: Die Kategorien nur zu erstellen reicht nicht. Jeder Beitrag muss auch der passenden Kategorie zugewiesen werden, damit er auf deinem Blog entsprechend zu finden ist.

Das ist aber nur ein Haken, den du setzen musst, wenn du den Beitrag erstellst – direkt im Editor:

Wenn du hier nichts machst, wird der Beitrag automatisch der Standard-Kategorie zugeordnet (dazu gleich noch mehr). Es ist also nicht möglich, dass ein Beitrag in keiner Kategorie zu finden ist.

WordPress Kategorien nachträglich bearbeiten

Natürlich kannst du deine WordPress Kategorien jederzeit bearbeiten. Dazu wechselst du einfach in die Übersicht, gehst mit der Maus über die jeweilige Kategorie und klickst dann auf „Bearbeiten“.

Jetzt kannst du Name, Titelform und Beschreibung anpassen und eine übergeordnete Kategorie auswählen.

Achtung: Die Titelform solltest du am besten nicht bearbeiten, da sich dann die URL der Kategorieseite verändert. Das wiederum führt dazu, dass die bisherige URL – die möglicherweise an einigen Stellen verlinkt ist oder über Google gefunden wird – ins Leere läuft. Falls du die URL unbedingt ändern möchtest, richte am besten eine sog. 301-Weiterleitung ein.

Standard-Kategorie „Allgemein“ löschen oder bearbeiten

Wenn du einen neuen WordPress-Blog aufbaust, ist eine Kategorie von vornherein angelegt: Die Kategorie „Allgemein“. Sie ist automatisch auch die Standard-Kategorie deines Blogs. Das heißt: Wenn du bei einem Beitrag keine Kategorie auswählst, wird er automatisch der Kategorie „Allgemein“ zugeordnet.

Genau aus dem Grund kannst du diese Kategorie auch nicht einfach löschen!

Um das zu tun, musst du zuerst unter Einstellungen > Schreiben eine andere Standard-Kategorie auswählen:

Wenn du das getan hast, ist „Allgemein“ ab jetzt eine Kategorie wie jede andere auch. Du kannst sie bearbeiten, um z.B. den Namen zu ändern, und wenn du möchtest auch löschen.

Weitere Tipps zu WordPress Kategorien

Jetzt weißt du, wie du in WordPress Kategorien erstellen, bearbeiten und löschen kannst! Da die Kategorien für deinen Blog wie gesagt sehr wichtig sind, möchte ich dir jetzt noch ein paar Tipps mitgeben, wie du die Kategorien bestmöglich nutzen kannst.

Generell würde ich dir empfehlen, max. 5 bis 7 Kategorien zu verwenden. Wenn es mehr wird, wird es schnell unübersichtlich – damit erreichst du dann also genau das Gegenteil von dem, was du eigentlich willst: Deinen Blog gut strukturieren.

Auch mit der Anzahl der Unterkategorien solltest du es nicht übertreiben. Theoretisch kannst du beliebig viele Ebenen anlegen und deine Kategorien so sehr verschachteln – auch das würde ich aber eher als kontraproduktiv empfinden und rate dir daher zu max. einer Unterebene.

Außerdem solltest du darauf achten, die einzelnen Kategorien klar voneinander abzutrennen, sodass ein Beitrag auch wirklich nur in eine Kategorie passt. Denn wenn du nicht mal weißt, in welche Kategorie ein Blogartikel gehört – wie sollen deine Leser:innen sich dann zurechtfinden?

Und noch ein Bonustipp: Wenn du auf deiner Website nicht nur einen Blog hast, sondern z.B. auch für jede Podcastfolge einen Beitrag mit den Shownotes anlegst, dann erstell dafür doch eine extra Kategorie „Podcast“! Die könntest du dann auch gut im Menü verlinken.

FAQ: Alles, was du sonst noch über die Kategorien wissen solltest

Noch offene Fragen rund um WordPress Kategorien? Dann hab ich hier hoffentlich alle Antworten für dich:

Was ist der Unterschied zwischen Kategorien und Schlagwörtern?

Eine sehr gute Frage. Schlagwörter funktionieren im Prinzip ganz ähnlich wie Kategorien: Du kannst sie Beiträgen zuordnen und deine Blogartikel so thematisch passend gruppieren.

Wenn du allerdings eine gute Kategoriestruktur hast, brauchst du Schlagwörter meiner Meinung nach nicht!

Seit einiger Zeit nutze ich Schlagwörter tatsächlich nur noch intern für mich. Du siehst bei meinen Blogartikeln nicht, welche Schlagwörter sie haben – ich sehe das aber in meinem WordPress-Dashboard und kann so z.B. auf der Startseite steuern, welcher Blogartikel wo angezeigt wird.

Wie kann ich die Beschreibung einer WordPress Kategorie anzeigen?

Dass du für jede Kategorie auch eine Beschreibung hinzufügen kannst, weißt du ja jetzt. Es kann aber durchaus sein, dass diese Beschreibung auf deiner Website gar nicht angezeigt wird – das hängt nämlich ganz von deinem verwendeten Theme ab!

Einige Themes zeigen auf der Kategorieseite die Beschreibung an, andere wiederum nicht.

Kann ich auch Kategorien für Seiten erstellen?

Nein, das geht nicht. Seiten sind im Gegensatz zu Beiträgen statisch, du erstellst sie also einmal und fügst sie z.B. deinem Menü hinzu – sie werden aber sonst nirgendwo auf deiner Website aufgelistet. Bei Beiträgen ist das anders: Die werden auf der Blogseite und eben auf der passenden Kategorieseite ausgespielt, sobald sie veröffentlicht sind.

Wie kann ich die Kategorieseite bearbeiten?

Jede Kategorie, die du erstellst, hat eine eigene Seite, auf der alle Beiträge angezeigt werden, die du dieser Kategorie zugeordnet hast. Die URL sieht so aus: deinedomain.com/category/titelform-der-kategorie

Wie genau diese Seite aussieht, hängt von deinem Theme ab! Bei den meisten Themes ist es leider so, dass du hier wenig bis gar keine Möglichkeiten hast, das Layout und Design der Seite zu bearbeiten.

Es gibt aber Plugins, mit denen du das machen und damit die Einstellungen deines Themes überschreiben kannst. Die Kategorieseiten hier auf dem Blog habe ich z.B. mit dem Elementor Theme Builder erstellt. Der Thrive Theme Builder wäre eine Alternative (allerdings ist der kein Plugin, sondern eben das Theme deiner Website).

Hast du weitere Fragen, wie du WordPress Kategorien erstellen oder bearbeiten kannst? Schreib sie gerne in die Kommentare!

Hi, ich bin Lea! 2017 habe ich mein erstes Online-Projekt Punktkariert an den Start gebracht und neben meiner Liebe für's Schreiben vor allem auch meine Liebe für Tools entdeckt.

Ja, es klingt komisch... aber ich könnte mich stundenlang darin verlieren, neue Tools zu entdecken. (Könnte? Okay, es passiert regelmäßig. #nerd)

Die eigene Website, das Marketing drumherum, Produkte online erstellen und verkaufen - all das ist einfacher mit den richtigen Tools. Und genau diese Tools lernst du hier kennen!

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