10 wirkungsvolle Schritte, um WordPress richtig aufzuräumen

Wann hast du das letzte Mal einen Frühjahrsputz gemacht – in deinem WordPress-Backend? Wahrscheinlich wird's höchste Zeit! Wenn du in WordPress aufräumen willst, gibt's allerdings das ein oder andere zu beachten.

Vorab: Keine Sorge, du musst dir definitiv nicht jede Woche Zeit freischaufeln und dich mit deinem Backend befassen. Zweimal im Jahr würde ich dir aber empfehlen, mal so richtig aufzuräumen. Dazu kannst du super die Zeiten nutzen, in denen normalerweise eh nicht allzu viel los ist: Im Sommer und zu Weihnachten.

Aber was mein ich überhaupt mit „WordPress aufräumen“?

Im Laufe der Zeit kann sich in deiner Datenbank einiges an Daten ansammeln: Bilder in der Mediathek, Revisionen von Seiten und Beiträgen, Themes und Plugins, die du mal testen wolltest – jetzt aber doch nicht benutzt…

Deine Datenbank wird immer voller, du hast weniger Speicherplatz zur Verfügung und deine Website wird langsamer, weil so viel geladen werden muss.

WordPress und deine Website zu bereinigen hat also einige Vorteile:

  • Die Sicherheit deiner Website wird erhöht (d.h. du hast ein niedrigeres Risiko für Hacker-Angriffe).
  • Dein Backend lädt flüssiger, was deine Arbeit deutlich angenehmer macht.
  • Generell wird WordPress übersichtlicher und ist nicht überladen mit Dingen, die du eh nicht brauchst.
  • Deine Website lädt wieder schneller!

So ein Frühjahrsputz lohnt sich also definitiv. Schauen wir uns der Reihe nach die Schritte an, die dafür notwendig sind – so vergisst du nichts Wichtiges.

1. Backup erstellen

Ganz wichtig, bevor du irgendetwas anderes machst: Mach auf jeden Fall ein Backup deiner Website! Falls du etwas löschst, was du doch noch brauchst, gehst du so auf Nummer sicher.

Ein Backup erstellst du am einfachsten mit einem Plugin. UpdraftPlus und BackWPup kann ich dir dafür z.B. empfehlen. Beide Plugins installierst du kostenlos direkt über WordPress und kannst dort dann alles einrichten. Im Backup sollte immer folgendes enthalten sein:

  • WordPress Datenbank
  • Themes und Plugins
  • Uploads wie Bilder

Einige Hosting-Anbieter bieten auch die Option an, ein automatisches Backup deiner Website zu erstellen. Bevor du anfängst, WordPress aufzuräumen, solltest du aber in jedem Fall selber ein Backup erstellen – einfach um sicher zu gehen.

Dann kann die Aufräumaktion losgehen!

2. Themes löschen

Gerade zu Beginn geht es ganz schnell: Du möchtest verschiedene WordPress Themes testen und herausfinden, welches dir am besten gefällt. Du installierst mehrere, entscheidest dich für eins – und lässt alle anderen Themes trotzdem installiert.

Themes zu entfernen geht aber zum Glück schnell und gibt gleich einiges an Speicherplatz frei!

Generell benötigst du immer ein aktives Theme und – für den Notfall – eine Art „Backup-Theme“, falls mit dem aktiven plötzlich etwas nicht mehr funktioniert. Das sollte am besten das aktuelle Standardtheme von WordPress sein.

Wenn du so wie ich ein Child-Theme benutzt, darfst du das Parent-Theme natürlich nicht löschen! In dem Fall solltest du also drei installierte Themes haben. Alle anderen kannst du löschen.

Das machst du entweder direkt über WordPress mit Klick auf den entsprechenden Link:

Oder du entfernst die überflüssigen Themes per FTP. Hier loggst du dich auf deinem Server ein, gehst zum Verzeichnis /wp-content/themes und löschst dort die Ordner der Themes, die du nicht mehr benötigst.

3. Plugins aussortieren

Bei den Plugins läuft's oft ähnlich wie bei den Themes: Du probierst einige aus, brauchst sie doch nicht oder findest eine bessere Alternative, und deaktivierst sie wieder. Wenn du WordPress aufräumen willst, sind die Plugins also als nächstes an der Reihe!

Geh dazu alle installierten Plugins einmal durch und überprüfe, welche davon du wirklich weiterhin benötigst. Hast du vielleicht für die gleiche Funktion zwei Plugins installiert? Deaktiviere das, das du nicht mehr brauchst.

Nach dem Deaktivieren solltest du kurz deine Website checken: Sieht alles noch so aus, wie es soll? Mir ist es vor einigen Jahren mal passiert, dass ich ein Plugin deaktiviert habe, von dem ich dachte, ich würde es gar nicht benutzen – stellte sich heraus, es gehörte quasi zum Theme dazu und war für das komplette Layout der Blogartikel und Seiten verantwortlich. Da hab ich's schnell doch wieder aktiviert.

Ganz wichtig: Alle deaktivierten Plugins solltest du auch wirklich löschen. Sie nehmen sonst trotzdem noch Speicherplatz in Anspruch und bieten eine potentielle Angriffsfläche für Hacker.

Die Plugins auszusortieren sollte genau wie bei den Themes nicht allzu lange dauern – es sei denn, du hast in den letzten Monaten wie wild Plugins installiert und guckst die Liste gerade zum ersten Mal wieder durch 🙂

4. Mediathek aufräumen

Wenn's dir wie mir geht, dann ist deine WordPress Mediathek definitiv ein Ort, der häufiger mal aufgeräumt werden könnte. Hier kann's aber auch wirklich schnell unübersichtlich werden!

Je nachdem, wie umfangreich deine Mediathek ist, kannst du sie im ersten Schritt manuell durchgehen. Vielleicht fallen dir direkt einige Bilder auf, die du nur zu Testzwecken hochgeladen hast (das ist bei mir häufig so mit Beispielfotos, die ich für YouTube-Videos gebraucht hab). Die kannst du direkt löschen.

Um die Auswahl etwas einzugrenzen, empfehle ich dir im nächsten Schritt, alle Dateien anzuzeigen, die „nicht angehängt“ sind. Das kannst du in der Mediathek einfach einstellen:

Hier musst du aber gut aufpassen: Hier werden z.B. auch Logo-Dateien angezeigt, die du im Header verwendest (aber eben nicht in Beiträgen oder Seiten). Auch Bilder, die du mit einem Page Builder wie Elementor auf Seiten eingebunden hast, werden ggf. als „nicht angehängt“ erkannt.

Schau also auch hier die Auswahl gut durch. Dateien, die du wirklich nicht mehr im Einsatz hast, kannst du löschen.

Wenn du jetzt noch einen Schritt weitergehen willst, kannst du ein Plugin wie Removed Unused Media nutzen. Auch hier solltest du die Auswahl nochmal manuell durchgehen, bei mir hat das Plugin aber sehr zuverlässig funktioniert!

Es gibt übrigens ein super Plugin, mit dem du einer unübersichtlichen Mediathek von vornherein vorbeugen kannst: Real Media Library (von den gleichen Machern wie Real Cookie Banner) – damit kannst du den Inhalt deiner Mediathek ganz übersichtlich in Ordner einteilen.

5. Seiten und Beiträge ausmisten

Ungenutzte Themes, Plugins und Dateien aus der Mediathek hast du jetzt gelöscht – jetzt geht's an deine Inhalte! Dabei geht's aber weniger darum, alle deine Blogartikel inhaltlich zu überarbeiten (das ist nochmal ein ganz anderes Thema), sondern vor allem Entwürfe und alte Seiten loszuwerden.

Im ersten Schritt geht's an die Entwürfe. Beiträge, die du mal angefangen, aber nie zu Ende gebracht hast oder Seiten, die mal online waren, es jetzt aber nicht mehr sind – schon sammeln sich die Entwürfe an.

Du kannst dir sowohl bei Seiten als auch bei Beiträgen nur die Entwürfe anzeigen lassen. Geh sie alle einmal durch, um zu überprüfen, ob du sie wirklich nicht mehr benötigst. Wichtige Texte, z.B. von alten Verkaufsseiten, oder angefangene Blogartikel kannst du dir lieber als Google Doc oder Notiz in Evernote & Co. abspeichern.

Anschließend kannst du alle Entwürfe markieren und dann über die Mehrfachaktion in den Papierkorb schieben:

Dann kannst du dich den bereits veröffentlichten Inhalten widmen. Hier geht's vermutlich hauptsächlich an die Seiten: Alte Landing Pages oder veraltete Versionen von Seiten, die du längst überarbeitet hast zum Beispiel!

Denk dran: Wenn du veröffentlichte Seiten (und Beiträge) löschst, richte auf jeden Fall eine 301-Weiterleitung der URL ein. Das kannst du z.B. mit dem Plugin Redirection machen. So entstehen keine „kaputten“ Links, die ins Nichts führen.

Zum Abschluss kannst du jetzt noch den Papierkorb leeren. Es gibt einen Papierkorb für die Seiten und einen für die Beiträge. Mit einem Klick kannst du den Papierkorb dann leeren:

6. Revisionen löschen

Bleiben wir noch kurz bei Seiten und Beiträgen. Was nämlich gerne mal übersehen wird: Neben den Entwürfen, die du ganz offensichtlich im Backend siehst, werden beim Erstellen von Inhalten normalerweise mehrere Revisionen gespeichert.

Das ist gut so, so kannst du während der Bearbeitung alte Versionen wiederherstellen – aber wenn die Seite irgendwann fertig ist, brauchst du die Revisionen nicht mehr und kannst sie löschen.

Dafür kannst du ein Plugin wie WP-Sweep benutzen! Damit kannst du deine gesamte Datenbank bereinigen, in der eben auch die Revisionen gespeichert werden. WP-Sweep ist kostenlos und du kannst es nach der Benutzung direkt wieder löschen.

Übrigens: Wenn du WP Rocket als Caching-Plugin für deine Website nutzt (was ich dir sehr empfehlen kann), ist hier die Funktion zur Bereinigung der Datenbank direkt enthalten. Du kannst hierüber Revisionen löschen genauso wie Spam-Kommentare, Entwürfe & Co.:

Damit kannst du also mehrere Schritte dieser Aufräumaktion direkt in einem erledigen!

7. Spam-Kommentare löschen

Wenn du ein Plugin wie Antispam Bee nutzt (was ich dir nur empfehlen kann), werden die Spam-Kommentare sehr zuverlässig aussortiert – du kriegst davon gar nichts mit. Deswegen kann es gut sein, dass dein Ordner mit Spam-Kommentaren sehr gut gefüllt ist.

Auf meinen Websites sammeln sich da gut und gerne mal mehrere hundert oder tausend Kommentare an:

Es kann durchaus sein, dass Antispam Bee auch mal normale Kommentare als Spam erkennt und fälschlicherweise aussortiert. Du kannst den Spam-Ordner daher natürlich noch durchgucken und einzelne Kommentare rausfischen – aber ich bin ehrlich: Bei der Masse an Spam-Kommentaren ist mir das zu viel Arbeit.

Wenn's dir ähnlich geht, kannst du einfach auf „Spam leeren“ klicken und deine Kommentare so bereinigen!

8. Links prüfen und überarbeiten

Google ist kein Fan davon, wenn du Links auf deiner Website hast, die ins Nichts führen – und für deine Leser:innen ist es genauso uncool, wenn sie auf verlinkte Ressourcen klicken und nur auf 404 Seiten stoßen. Auch die Links solltest du also überprüfen und ggf. überarbeiten.

Natürlich musst du nicht jede Seite und jeden Beitrag deiner Website manuell durchgehen und alle Links checken – auch hierfür gibt's ein Plugin, nämlich den Broken Link Checker. Auch das solltest du nur zum WordPress aufräumen installieren, da es sonst deine Website ein gutes Stück langsamer machen kann.

Mit dem Plugin kannst du also deine „Broken Links“ finden (unter Werkzeuge > Fehlerhafte Links) – nach der Installation musst es einfach eine Weile arbeiten lassen. Fehlerhafte Links kannst du dann auch direkt hier überarbeiten oder löschen.

Alternativ kannst du dazu übrigens auch ein SEO-Tool wie z.B. SEObility (in der kostenlosen Basis-Variante) nutzen. Auch das listet dir alle kaputten Links auf – allerdings kannst du sie hier natürlich nicht direkt bearbeiten, weshalb ich dir zum Broken Link Checker raten würde.

9. Schlagwörter und Kategorien checken

Wenn du bis hierher alle Schritte erledigt hast, sollte dein WordPress-Backend schon mal ein gutes Stück aufgeräumter sein. Als nächstes widmen wir uns den Schlagwörtern und Kategorien.

Gerade zu Beginn geht es ganz schnell, dass man viele Kategorien und vor allem viele Schlagwörter anlegt, die am Ende doch gar nicht so viel genutzt werden, wie ursprünglich gedacht. Praktischerweise zeigt WordPress dir an, wie viele Beiträge jeweils zugeordnet sind:

Du siehst also schnell, welche Schlagwörter und Kategorien du löschen kannst.

10. WordPress-Backend anpassen

Du hast jetzt alles gelöscht und aufgeräumt, was du nicht mehr brauchst – super gut! Jetzt machen wir WordPress so bereit, dass du damit noch viel besser arbeiten kannst als es vorher der Fall war.

Du kannst dein Backend nämlich insofern anpassen, als dass dir wirklich nur die Infos oder Optionen angezeigt werden, die du auch wirklich brauchst. Ich weiß noch, wie ich mich über diese Funktion gefreut habe, als ich sie das erste Mal entdeckt hab – es macht alles so viel übersichtlicher!

Du findest diese Einstellung z.B. auf der Startseite deines Dashboards oder in der Beiträge- bzw. Seitenübersicht, indem du oben rechts auf „Ansicht anpassen“ klickst:

Die Optionen, die dir hier angezeigt werden, kommen teilweise von WordPress selbst und teilweise von deinen installierten Plugins. Setz die Haken einfach nur bei den Optionen, die du wirklich brauchst – so gestaltest du dein gesamtes Backend wesentlich übersichtlicher und aufgeräumter.

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Hi, ich bin Lea! 2017 habe ich mein erstes Online-Projekt Punktkariert an den Start gebracht und neben meiner Liebe für's Schreiben vor allem auch meine Liebe für Tools entdeckt.

Ja, es klingt komisch... aber ich könnte mich stundenlang darin verlieren, neue Tools zu entdecken. (Könnte? Okay, es passiert regelmäßig. #nerd)

Die eigene Website, das Marketing drumherum, Produkte online erstellen und verkaufen - all das ist einfacher mit den richtigen Tools. Und genau diese Tools lernst du hier kennen!

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