Schnell und einfach den WordPress Cache leeren: So funktioniert’s

Hast du schon mal eine Website wieder verlassen, bevor sie richtig geladen war – einfach weil das Laden ewig gedauert hat?

Schnelle Ladezeiten sind super wichtig, zum einen, um deinen Leser:innen ein positives Nutzererlebnis zu bieten und zum anderen auch für Google. Denn: Wenn Leute regelmäßig deine Website schnell wieder verlassen, wertet Google das als negatives Signal und stuft deine Seite herunter.

Glücklicherweise gibt es einen simplen Weg, um die Ladezeit direkt zu verbessern: Caching!

Nur ein Cache-Plugin zu installieren, reicht aber noch nicht. Du solltest den WordPress Cache auch regelmäßig leeren, damit alle Besucher:innen jederzeit die aktuellste Version deiner Website sehen.

Was ist Caching genau? Beim Caching werden die statischen Elemente einer Website (wie z.B. Texte, Bilder oder das generelle Erscheinungsbild der Seite) in ein HTML-Dokument verpackt und im sog. Cache zwischengespeichert. Wenn Besucher:innen auf die Website kommen, wird diese gespeicherte Version geladen. Die Ladezeit verbessert sich dadurch extrem.

Wann solltest du den WordPress Cache löschen?

Es gibt verschiedene Situationen, in denen du den Cache leeren solltest:

  • nach Updates am Inhalt, z.B. nach der Veröffentlichung eines neuen Blogartikels
  • wenn du Layout und Design deiner Website verändert hast
  • nach dem Update von Plugins und WordPress selbst (auch das kann ja teilweise Auswirkungen auf das Aussehen deiner Website haben)

Kurz gesagt also immer dann, wenn du etwas verändert hast! So stellst du sicher, dass deine Leser:innen Updates nicht verpassen.

Cache leeren mit Plugins: So funktioniert's

Um die Ladezeit deiner Website zu optimieren, solltest du wie gesagt in jedem Fall ein Caching-Plugin installieren. Und darüber den Cache zu löschen ist auch definitiv die einfachste Option!

Es gibt eine recht große Auswahl an Plugins, die genau dafür da sind. Drei davon stell ich dir jetzt genauer vor und zeig dir, wie du damit den WordPress Cache leeren kannst.

Plugin #1: WP Rocket

Starten wir mit WP Rocket: Das ist ein Premium-Plugin, das weitaus mehr Funktionen bietet, als „nur“ den Cache löschen zu können – es ist eher ein umfangreiches Plugin für die Performance deiner Website.

Dementsprechend umfangreich fallen auch die Einstellungsmöglichkeiten aus:

Mit WP Rocket sparst du dir also zusätzliche Plugins, die du sonst installieren müsstest, um die Ladezeit deiner Website noch zu verbessern. Es ist dann eine gute Wahl für dich, wenn du deine Seite wirklich vollumfänglich optimieren möchtest!

Wenn du das Plugin aktiviert und eingerichtet hast, ist es ganz leicht, den Cache zu leeren.

Wenn du in WordPress eingeloggt bist, kannst du von überall auf deiner Seite den Cache löschen, indem du oben in der Administrationsleiste mit der Maus über die Option „WP Rocket“ gehst und dann auf „Cache leeren“ klickst.

In dem Fall wird der gesamte Cache geleert. Du hast aber auch die Option, den Cache nur für einzelne Seiten oder Beiträge zu löschen – das macht z.B. Sinn, wenn du einen Blogartikel aktualisiert hast und sicherstellen willst, dass alle die aktuellste Version angezeigt kriegen.

Um das zu tun, gehst du in den Beitrag (oder die Seite). Auch hier brauchst du wieder die Admin-Leiste, wählst dann aber „Lösche diesen Eintrag“. Dann wird nur der aufgerufene Inhalt aus dem Cache entfernt, alles andere bleibt bestehen.

Alternativ kannst du den gesamten Cache auch leeren, wenn du in den Haupteinstellungen von WP Rocket bist:

Du siehst also: Mit WP Rocket ist es kein Problem, den Cache regelmäßig zu leeren! Und du kannst damit sogar noch viel mehr machen und deine Website vollumfänglich optimieren.

Plugin #2: Cache Enabler

Das zweite Plugin, das ich dir zeigen möchte, Cache Enabler, ist quasi das komplette Gegenteil von WP Rocket: Es sorgt nämlich wirklich nur dafür, dass du deine WordPress-Seite cachen (und den Cache wieder leeren) kannst – mehr Funktionen gibt's hier nicht.

Damit das Plugin funktioniert, musst du nicht mal etwas einstellen. Du installierst und aktivierst es einfach und fertig!

Auch das Cache leeren wird dir hier ganz leicht gemacht: Über einen Klick auf die entsprechende Option in der Admin-Leiste kannst du den gesamten Website-Cache löschen.

Ganz praktisch finde ich die Einstellungen, über die du einstellen kannst, dass du den WordPress Cache automatisch löschen lassen möchtest. So musst du nicht jedes Mal selber dran denken.

Das kannst du z.B. einstellen, wenn ein neuer Inhalt veröffentlicht oder gelöscht wurde oder wenn du ein neues Plugin aktiviert hast. Außerdem kannst du auch Beiträge komplett vom Caching ausschließen.

Der Cache Enabler ist ein ganz simples Plugin, das ich dir definitiv empfehlen kann, wenn es dir gerade nur darum geht, die Caching-Funktion in WordPress zu nutzen!

Plugin #3: W3 Total Cache

Das Plugin W3 Total Cache hat derzeit über eine Million aktive Installationen und ist damit eins der beliebsten Caching-Plugins für WordPress.

Nach der Installation wirst du durch einen Setup-Guide geleitet und kannst so die nötigen Einstellungen vornehmen. Anders als WP Rocket ist W3 Total Cache allerdings nur auf Englisch verfügbar. Grundsätzlich kannst du hier z.B. auch einstellen, ob du bestimmte Inhaltstypen (wie Kategorieseiten oder bestimmte Nutzerrollen) aus dem Cache ausschließen möchtest.

Den Cache leeren kannst du auch hier wieder über die Admin-Leiste, indem du unter Performance auf „Purge All Caches“ für den gesamten Website-Cache oder „Purge Modules“ für einzelne Beiträge oder Seiten klickst.

Wenn du mehr Einstellungsmöglichkeiten haben willst als beim Cache Enabler und dir WP Rocket nicht leisten kannst oder willst, bist du mit W3 Total Cache auf jeden Fall gut beraten.

Egal, für welches der drei Plugins du dich entscheidest: Den WordPress Cache zu leeren ist in allen drei Fällen schnell gemacht!

Für einzelne Seiten den Cache deaktivieren: So geht's

In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, einzelne Seiten oder Beiträge gar nicht erst cachen zu lassen – zum Beispiel, wenn du sehr oft etwas daran änderst. Auch bei Landing Pages, bei denen du z.B. A/B-Tests laufen lässt, macht das cachen wenig Sinn.

In dem Fall solltest du also den Cache deaktivieren. Bei WP Rocket kannst du das z.B. ganz einfach einstellen, indem du den Beitrag im Backend öffnest und bei den WP-Rocket-Optionen den Haken bei „Diese Seite niemals cachen“ setzt.

Beim Cache Enabler kannst du das wie schon oben gezeigt in den allgemeinen Einstellungen machen: Dort trägst du die IDs der Beiträge ein, für die du den Cache deaktivieren möchtest.

Die ID findest du übrigens, wenn du den Beitrag im Backend öffnest, dann steht sie in der URL:

Es ist also kein Problem, das WordPress-Caching teilweise zu deaktivieren, wenn es bei einzelnen Seiten oder Beiträgen keinen Sinn ergibt, sie zu cachen.

Anleitung: WordPress Cache leeren ohne Plugin

Das waren also einige Plugin-Optionen. Du kannst den WordPress Cache aber auch leeren, ohne dafür ein Plugin zu verwenden – und wie das geht, zeig ich dir jetzt noch.

In dem Fall benötigst du einen FTP-Zugang zu deinem Server. Klingt kompliziert, wenn du das noch nie gemacht hast, ist es aber nicht unbedingt – ich nutze für diesen FTP-Zugang das Programm FileZilla, das funktioniert wunderbar.

Die Zugangsdaten, um dich auf deinem Server einzuloggen, erhältst du bei dem Hosting-Anbieter!

Hier findest du dann alle Ordner, die du auf dem Server installiert hast. Um den Cache zu leeren, gehst du in den Ordner „wp-content“ und dann in den Ordner „cache“. Hier kannst du den Inhalt des Ordners einfach löschen!

Cache löschen ohne Plugin ist also auch nicht kompliziert, du musst nur wissen, wie du dich per FTP auf deinem Server anmelden kannst.

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Hi, ich bin Lea! 2017 habe ich mein erstes Online-Projekt Punktkariert an den Start gebracht und neben meiner Liebe für's Schreiben vor allem auch meine Liebe für Tools entdeckt.

Ja, es klingt komisch... aber ich könnte mich stundenlang darin verlieren, neue Tools zu entdecken. (Könnte? Okay, es passiert regelmäßig. #nerd)

Die eigene Website, das Marketing drumherum, Produkte online erstellen und verkaufen - all das ist einfacher mit den richtigen Tools. Und genau diese Tools lernst du hier kennen!

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