Die Bildgenerierung ist definitiv eines der spannendsten Felder im Bereich der generativen KI!
Warum? Weil Bilder in fast allen beruflichen Kontexten unverzichtbar sind. Egal ob für Websites, Unterlagen, Präsentationen oder Social Media – den passenden visuellen Inhalt zu finden, der genau zu deinen Vorstellungen passt, hat bisher wahrscheinlich immer ganz schön viel Zeit in Anspruch genommen.
Dank KI-basierter Bildgeneratoren hast du jetzt aber die Möglichkeit, Bilder zu erstellen, die exakt deinen Anforderungen entsprechen. Und die gute Nachricht: Du musst kein:e KI-Expert:in sein, um davon zu profitieren.
In diesem Artikel stelle ich dir fünf einfache, aber wirkungsvolle Anwendungen für KI-generierte Bilder vor, die deine Arbeit direkt erleichtern können!
Natürlich sind mit KI-Bildgeneratoren noch viel komplexere und fortgeschrittenere Anwendungsfälle möglich – hier konzentrieren wir uns aber auf praktische Einstiegsbeispiele, mit denen du schnell starten und dich an die Technologie rantasten kannst.
Kleiner Hinweis noch: Die gezeigten Beispiele stammen aus Midjourney, funktionieren aber mit praktisch allen gängigen KI-Bildgeneratoren wie DALL-E, Ideogram, Flux oder anderen Tools!
1. Personalisierte Stockfotos erstellen
Wir kennen sie alle – die offensichtlich gestellten Stockfotos in Blogbeiträgen oder Newslettern, die auf Hunderten anderer Websites ebenfalls zu finden sind. Denn obwohl sie so generisch sind, sind Stockfotos oft der einfachste Weg, Inhalte visuell zu ergänzen, ohne selbst ein Fotoshooting organisieren zu müssen.
Mit KI-Bildgeneratoren kannst du diese generischen Stockfotos jetzt durch maßgeschneiderte Alternativen ersetzen. Du sparst nicht nur Zeit bei der Suche, sondern erhältst auch Bilder, die genau zu deinem Kontext passen.
Typische Situationen, die sich leicht mit KI erstellen lassen:
- Familie beim Frühstück
- Designer bei der Arbeit
- Personen im Callcenter
- Bezahlung mit dem Smartphone
- Klassische Meeting-Situationen


Der große Vorteil ist eben: Du kannst die Szene genauso kreieren, wie du sie gerade brauchst! Den Designer im Bild also bspw. genau in das Setting setzen, das zu deinem Inhalt passt – sei es für einen Blogartikel, eine Präsentation oder andere Medien.
Noch ein Plus: Du bist nicht auf fotorealistische Darstellungen beschränkt!
Wenn du lieber Illustrationen verwenden möchtest, funktioniert das genauso gut. Eine Skyline bei Sonnenuntergang oder eine frühstückende Familie im Park – du musst nur beschreiben können, was auf dem Bild zu sehen sein soll.

Falls du noch gar nicht so genau weißt, was für ein Bild du eigentlich brauchst, kannst du übrigens auch ChatGPT nutzen, um Prompts für deine Bildideen zu generieren.
Gib einfach das Thema vor und erkläre, welchen Stil du dir vorstellst (Illustration oder fotorealistisch), und schon bekommst du Vorschläge für passende Prompts.
2. Konsistente Bild-Serien erstellen
Ein weiterer praktischer Anwendungsfall zeigt sich bei der Plattform SnipKI. Dort werden täglich neue KI-Tutorials (genannt "Snips") veröffentlicht, deren Thumbnails alle mit Midjourney erstellt wurden.
Was direkt auffällt: Obwohl die Bilder unterschiedliche Farbschemata haben, passen sie perfekt zusammen und bilden eine einheitliche visuelle Identität. Der Grund dafür ist die konsequente Verwendung des gleichen Stils – in diesem Fall einer "dynamic illustration".

Für jeden Snip werden nämlich verschiedene Prompt-Varianten getestet, die alle mit "a dynamic illustration" beginnen, gefolgt von einer Beschreibung der jeweiligen Szene.
Das Ergebnis ist ein einheitliches Erscheinungsbild, das die verschiedenen Inhalte visuell verbindet.
Dieses Prinzip kannst du in ganz vielen Bereichen anwenden:
- Thumbnail-Bilder für Videos
- Beitragsbilder für Blogs
- Grafiken für Kursmodule in Online-Kursen
- Header-Bilder für Newsletter
Der Vorteil liegt auf der Hand: Es kommt oft gar nicht so sehr auf Details an, sondern darauf, den Inhalt zu visualisieren und dabei aber ein einheitliches Erscheinungsbild sicherzustellen. Mit entsprechend gestalteten Prompts ist das gar nicht so schwer!
Tools wie Midjourney bieten bspw. Funktionen wie die Style Reference, mit der du den Stil eines bestehenden Bildes auf neu generierte übertragen kannst. So wird es noch leichter, Bilder mit konsistentem Farbschema oder Stil zu erstellen – und das deutlich schneller, als wenn du jede Grafik selbst erstellen müsstest.
Ich erstelle auf diese Art und Weise bspw. auch die Beitragsbilder hier für diesen Blog:

3. Konzeptentwürfe visualisieren
Wenn du an kreativen Projekten arbeitest, kann KI dir helfen, erste Entwürfe zu visualisieren, sodass du nicht komplett bei null starten musst. Nehmen wir mal den Architektur- und Inneneinrichtungsbereich als Beispiel:
Stell dir vor, du planst ein Coworking-Space mit modernen Möbeln, viel Holz und Pflanzen. Mit KI kannst du dir verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten anzeigen lassen, um Ideen zu sammeln.

Was hier besonders nützlich ist: Selbst wenn du exakt denselben Prompt mehrmals verwendest, erhältst du nie das gleiche Ergebnis. Die Bilder sehen immer anders aus, was für Brainstorming und Ideen sammeln natürlich perfekt ist.
Du kannst verschiedene Möglichkeiten erstellen lassen und die Elemente heraussuchen, die für dein Projekt am besten passen. Das ist z.B. auch ideal für:
- Erstellung von Moodboards
- Game-Design
- Produktdesign
- Webdesign (Landingpages, Onlineshops)
So wird die KI zu einem super wertvollen Brainstorming-Assistenten in der ersten Ideenphase deines Projekts!
4. Charakterdesign für Kampagnen
KI wird immer besser darin, konsistente Charaktere zu erstellen. Zwar ist die Technologie oft noch nicht perfekt – du kannst nicht erwarten, dass dieselbe Person in verschiedenen Szenarien zu 100% identisch aussieht (zumindest nicht, wenn du nur mit reinen Textprompts arbeitest) – aber für viele Anwendungen reicht es bereits aus.
Besonders gut funktioniert das ganze, wenn du keine fotorealistischen Charaktere benötigst, sondern eher illustrierte Figuren wie zum Beispiel einen Superhelden.

Mit Funktionen wie der Character Reference in Midjourney kannst du einen Charakter in verschiedene Settings platzieren. Das Ergebnis ist zwar noch nicht 100% konsistent (Logos oder Details können variieren), aber die Grundzüge bleiben erhalten.
Das Thema Charakterdesign ist eins, das sich in den kommenden Monaten und Jahren mit generativer KI sicher noch stark weiterentwickeln wird – schon jetzt kannst du aber brauchbare Ergebnisse erzielen, die als Grundlage für deine Kampagnen dienen können.
5. Icons erstellen
Der letzte Anwendungsfall ist die Erstellung von Icons. Mit dem richtigen Prompt kannst du Sets von Icons erstellen, die einen konsistenten Stil haben – beispielsweise Halloween-Icons im Neon-Stil:

Diese Icons eignen sich hervorragend für:
- Marketingmaterial
- Social Media Posts
- Websites
- Präsentationen
Der gezeigte Neon-Stil ist nur eine Möglichkeit – du könntest genauso gut einfache Schwarz-Weiß-Outlines oder bunte Icons erstellen lassen. Ganz wie du es für dein Projekt benötigst!
Fazit: Einfach mal ausprobieren!
Die Möglichkeiten, KI-generierte Bilder in deinem Arbeitsalltag (oder auch privat) einzusetzen, sind vielfältig. Diese fünf Beispiele zeigen, wie du ohne großen Aufwand von der Technologie profitieren kannst.
Das Experimentieren mit KI-Bildgeneratoren macht nicht nur Spaß, sondern kann dir auch viel Zeit sparen. Dabei musst du nicht unbedingt Midjourney verwenden – es gibt zahlreiche Alternativen. Wenn du beispielsweise ChatGPT Plus nutzt, hast du bereits DALL-E integriert.
Auch Ideogram lässt sich in eingeschränktem Umfang kostenlos ausprobieren.
Ich kann dich nur ermutigen, diese Tools in deinem Arbeitsalltag auszuprobieren. Du wirst überrascht sein, wie schnell du brauchbare Ergebnisse erzielen kannst – und wie viel Zeit du dir dadurch sparen kannst.
