5 WordPress Cookie-Plugins im Vergleich

5 WordPress Cookie-Plugins und ihre Vor- und Nachteile im Vergleich [2020]

Du bist auf der Suche nach einem Cookie-Plugin für WordPress, um deine Website rechtssicher zu machen? Oder fragst du dich gerade noch, wann genau du eigentlich einen Cookie-Hinweis brauchst — und ob ein einfacher Hinweis ausreicht oder du doch mehr machen musst?

In diesem Artikel stelle ich dir 5 verschiedene Cookie-Plugins vor, die du auf deiner WordPress-Website verwenden kannst, mit allen Vor- und Nachteilen.

Außerdem gebe ich dir einen Überblick, was für eine Art von Cookie-Banner du eigentlich brauchst. Denn seit einem BGH-Urteil im Mai 2020 ist es jetzt Pflicht, sich die explizite Einwilligung der Website-Besucher*innen zu holen, bevor du bestimmte Cookies setzt (um das schon mal kurz vorwegzunehmen, ist nämlich wichtig).

Das gilt z.B. für das Facebook-Pixel oder Google Analytics. Bevor wir da aber tiefer einsteigen, schauen wir uns erstmal die WordPress Cookie-Plugins an!

Wichtig: Dieser Blogartikel ist keine Rechtsberatung! Ich bin keine Juristin oder Datenschutz-Expertin und übernehme keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität dieses Artikels. Wenn du dir bei etwas unsicher bist, konsultiere bitte einen Anwalt.

WordPress Cookie-Plugins im Vergleich

Legen wir also direkt los: Ich stelle dir jetzt fünf verschiedene Cookie-Plugins vor, die im Prinzip natürlich das gleiche machen, aber doch alle unterschiedlich aufgebaut sind.

1. Borlabs Cookie

Starten wir doch direkt mit meiner Empfehlung für dich: Borlabs Cookie ist für mich das beste Cookie-Plugin für WordPress! Du hast es z.B. hier auf der Seite auch im Einsatz gesehen.

Mit Borlabs kannst du nicht nur einen einfachen Cookie-Hinweis erstellen, sondern wirklich das geforderte Opt-in. Das bedeutet im Klartext: Cookies wie vom Facebook-Pixel oder Google Analytics werden erst dann gesetzt, wenn ein*e Besucher*in dem wirklich explizit zustimmt.

Du kannst in Borlabs verschiedene Cookie-Gruppen erstellen, die dann im entsprechenden Pop-up angezeigt werden. Die Besucher*innen können entweder allem zustimmen, nur den technisch essentiellen Cookies oder einzelnen weiteren Gruppen wie z.B. Marketing oder Statistiken.

Das Popup kannst du sehr flexibel anpassen: Du kannst wählen, wo genau auf dem Bildschirm es angezeigt werden soll, die Farben, Schriftart und -größe. Animation und Texte kannst du ebenfalls anpassen und z.B. auch dein eigenes Logo einfügen.

Was ich aber besonders praktisch finde, ist der sogenannte Content-Blocker: Damit werden eingebettete Inhalte wie z.B. YouTube-Videos solange blockiert, bis der/die Leser*in explizit zustimmt, das Video zu laden.

Gleichzeitig wird das Thumbnail des Videos aber schon lokal geladen, was dafür sorgt, dass das Ganze optisch trotzdem ansprechend aussieht – nur eben noch blockiert.

Erst nach der Zustimmung werden dann entsprechende Daten wie z.B. die IP-Adresse an die jeweiligen Server gesendet! Das geht nicht nur mit YouTube, sondern z.B. auch mit Vimeo, Google Maps, Facebook oder Instagram.

Ein Nachteil von Borlabs im Gegensatz zu anderen Cookie-Plugins: Es gibt hier keine Einmalzahlung, sondern eine jährliche.

Für eine Lizenz zahlst du aktuell 39€ pro Jahr, für zwei Lizenzen sind es 59€.

Guter Support und kontinuierliche Weiterentwicklung des Plugins kosten aber nun mal auch viel Zeit und Arbeit, insofern finde ich das verkraftbar und kann dir Borlabs wie gesagt nur empfehlen.

Das Plugin bietet dir super viele Einstellungsmöglichkeiten und in meinen Augen das beste Gesamtpaket!

Schau dir gern mein Video an für einen Einblick ins Backend von Borlabs Cookie:

Vorteile

Nachteile

2. DSGVO Pixelmate

Das Plugin DSGVO Pixelmate ist meiner Meinung nach eine gute Alternative zu Borlabs Cookie!

Besonders das Einbinden von Google Analytics und dem Facebook-Pixel ist damit wirklich einfach und schnell gemacht: Du fügst einfach deine Tracking ID ein und das Plugin sorgt dafür, dass alles rechtssicher eingebunden ist.

Weitere Scripte kannst du ebenfalls einbinden, dafür brauchst du dann aber den gesamten Code. Das Plugin sorgt dann dafür, dass der Code in den Header, Body oder Footer eingefügt wird.

Ingesamt hast du beim Pixelmate Plugin nicht ganz so viele Einstellungsmöglichkeiten, kannst aber das Cookie-Banner z.B. trotzdem anpassen was Farben etc. angeht.

Wie bei Borlabs kannst du aber auch hier eingebundene Inhalte von YouTube, Vimeo, Google Maps und Twitter zunächst blockieren (die Einstellung dafür findest du unter dem Punkt „Datenkontrolle“).

Individuelle Texte kannst du nur für YouTube und Vimeo einrichten. So sieht der Content Blocker dann in Aktion aus:

In meinen Augen wird Pixelmate dann zu einer echten Borlabs Cookie Alternative, wenn du hauptsächlich Google Analytics und das Facebook-Pixel einbinden UND wenn du nicht jährlich zahlen möchtest.

Das Cookie-Plugin kostet nämlich nur einmalig 39€ und zieht kein Monats- oder Jahresabo mit sich!

Vorteile

Nachteile

3. Cookiebot

Cookiebot unterscheidet sich in mehreren Hinsichten von Borlabs Cookie oder Pixelmate. Der größte Unterschied ist wohl, dass du Cookies hier nicht manuell hinterlegen musst.

Stattdessen scannt Cookiebot deine Website einmal im Monat und erkennt automatisch, welche Cookies genutzt werden!

Diese werden dann ebenfalls in Gruppen zusammengefasst, denen die Leser*innen dann zustimmen können oder eben auch nicht.

Der zweite Unterschied: Cookiebot kann unabhängig von der Plattform genutzt werden, da es per Code auf der Website eingefügt wird. Du musst also nicht unbedingt das WordPress Plugin nutzen.

Ebenfalls etwas anders ist das Preismodell. Du hast hier keine Einmalzahlung oder eine jährliche, stattdessen wird monatlich abgerechnet.

Die Höhe des monatlichen Beitrags ist abhängig von der Anzahl deiner Seiten. Es gibt sogar einen kostenlosen Tarif, der gilt allerdings nur für bis zu 100 Seiten.

Hier ist es so, dass z.B. auch Schlagwörter, Mediendateien etc. als eine Seite zählen – die 100 solltest du also schnell erreicht haben.

Für bis zu 500 Seiten zahlst du dann 9€ pro Monat, danach werden es schon 21€ für bis zu 5.000 Seiten. Das kann also je nach Größe deiner Seite schnell recht viel werden und dann bist du bereits bei 108€ bzw. 252€ (im Vergleich zu 39€ bei Borlabs Cookie).

Auch Cookiebot hat übrigens einen Content Blocker. Dieser ist jedoch nicht so überzeugend, denn die Inhalte werden zwar blockiert, zu sehen ist dann aber ein eher unschöner Platzhalter oder gar nichts. Das finde ich bei Borlabs definitiv am besten gelöst.

Vorteile

Nachteile

4. Complianz

Complianz verfolgt nochmal ein etwas anderes Modell: Hierbei handelt es sich nicht „nur“ um ein WordPress Cookie-Plugin, sondern eher um eine All-in-one Plattform für deinen Datenschutz.

Du kannst mit Complianz z.B.

  • Datenschutzerkläung und Impressum erstellen
  • das Opt-in für Cookies erstellen (wie bei Cookiebot wird deine Seite auch hier automatisch gescannt)
  • einen Content Blocker für YouTube, Vimeo, Google Maps & Co. einsetzen
  • einige Marketingfunktionen nutzen, z.B. A/B-Tests deines Cookie-Banners

Es gibt sogar auch eine kostenlose Version, die einen entsprechend geringeren Funktionsumfang hat. Die Premium-Version startet bei 49€ pro Jahr für eine Domain.

Was mir bei Complianz ganz gut gefällt, ist der Content Blocker: Er ist für viele Quellen einsetzbar (auch Soundcloud und Instagram z.B.) und ist auch optisch ansprechend:

Complianz bietet übrigens eine ganz praktische Demo-Seite an, auf der du dir unter anderem den Content Blocker oder das Opt-in Banner mal in Aktion anschauen kannst.

Vorteile

Nachteile

5. Cookie Notice for GDPR

Schauen wir uns als letztes noch ein kostenloses WordPress Cookie-Plugin an, und zwar Cookie Notice for GDPR mit über einer Million aktiver Installationen.

Bei diesem Plugin bindest du die Scripte, die vor der Einwilligung blockiert werden sollen, manuell per Code ein:

Das Cookie-Banner kannst du recht flexibel gestalten: Du kannst den Text und Farben anpassen, die angezeigte Position (oben oder unten) und die Animation.

Außerdem kannst du festlegen, wie lange die Zustimmung gespeichert werden soll. Das Plugin ist größtenteils auch auf Deutsch übersetzt, nur einige Hinweise sind auf Englisch.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind insgesamt recht überschaubar, einen Content Blocker gibt es nicht. Wenn du aber eh nur wenige externe Skripte einbaust, ist das Plugin sicher eine gute Wahl.

Vorteile

Nachteile

Die verschiedenen Arten von Cookie-Bannern

Die besten Cookie Plugins für WordPress kennst du jetzt. Lass uns jetzt nochmal genau darauf eingehen, welche Arten von Cookie-Bannern es eigentlich gibt und wo sie sich genau unterscheiden.

1. Opt-in

Bei einem Opt-in werden die Cookies wirklich erst nach der expliziten Zustimmung deiner Website-Besucher*innen gesetzt und nicht schon vorher. Das ist das, was seit dem BGH-Urteil von Mai 2020 Pflicht ist.

Wichtig: Das Opt-in bezieht sich nur auf Cookies, die technisch nicht essentiell für deine Website sind!

Es ist vor allem gedacht für die Cookies, die zu Analysen oder Marketingzwecken genutzt werden, wie bspw. Google Analytics oder das Facebook-Pixel.

So wird ein*e Besucher*in also z.B. erst nach der expliziten Zustimmung von Google Analytics getrackt.

Das ist die Variante eines Cookie-Banners, die du nutzen solltest, um Cookies rechtssicher auf deiner Website einzubinden. Mit den hier genannten Plugins ist das einfach umsetzbar.

2. Opt-out

Bei einem Opt-out werden die Cookies bereits dann gesetzt, wenn die Website aufgerufen bzw. geladen wird. Dem können die Besucher*innen dann zwar widersprechen, aber die Cookies und Skripte wurden ja bereits geladen – das ist also keine empfehlenswerte Variante.

3. Cookie-Hinweis

Wie der Name schon sagt handelt es sich hierbei um einen einfachen Hinweis, dass auf der Seite Cookies verwendet werden.

Dieser Hinweis kann dann einfach weggeklickt werden; das hat keinen Einfluss darauf, ob Cookies gesetzt werden oder ob das beim Laden der Seite vielleicht schon passiert ist.

Einen solchen Cookie-Hinweis solltest du nicht verwenden.

Fazit: Welches ist das beste WordPress Cookie-Plugin?

Jetzt hast du fünf Cookie-Plugins kennengelernt, die du für deine WordPress-Website verwenden kannst – welches davon ist jetzt das beste?

Diese Frage lässt sich wie so oft nicht pauschal beantworten. Ich selber nutze wie gesagt Borlabs Cookie und bin damit sehr zufrieden, würde es also in jedem Fall weiterempfehlen.

Wenn du nur eine kleine, private Website betreibst, kann Cookie Notice for GDPR vielleicht schon ausreichend sein. Und wenn du gleich das Komplettpaket haben möchtest, dann ist vielleicht Complianz das Richtige – denn hier erhältst du auch Rechtstexte wie z.B. das Impressum.

 

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Einige Links im Beitrag sind Affiliate Links. Wenn du dir darüber Borlabs Cookie oder DSGVO Pixelmate kaufst, erhalte ich eine Vermittlungsprovision – für dich bleibt der Preis selbstverständlich gleich!

2 Kommentare zu „5 WordPress Cookie-Plugins und ihre Vor- und Nachteile im Vergleich [2020]“

  1. Hallo Lea,
    vielen Dank für diesen übersichtlichen Blog. Allerdings bin ich noch WP Starter und muss meine ersten Cookies setzen. Daher habe ich noch ein paar Fragen zu Deinen Ausführungen:

    Borlabs Cookies
    Cookies werden nicht automatisch erkannt, sondern müssen manuell hinterlegt werden …
    – Wo finde ich diese Cookies?
    – Wo hinterlege ich die?
    – Gibt es da eine Anleitung?

    DSGVO Pixelmate
    Du fügst einfach deine Tracking ID ein …
    – Woher bekomme ich diese Tracking-ID?
    – Wo bzw. wie kann ich die ID generieren?

    Cookiebot
    Kann unabhängig von der Plattform genutzt werden, … Du musst also nicht unbedingt das WordPress Plugin nutzen.
    – Welches WordPress Plug-In ist da gemeint?

    Cookie Notice for GDPR
    Bei diesem Plugin bindest du die Scripte, die vor der Einwilligung blockiert werden sollen, manuell per Code ein: …
    – Wie erstelle ich diese Scripte?
    – Gibt es da Vorlagen?
    – Muss ich da coden können?

    Ich freue mich auf Deine Rückmeldung.
    Schönen Gruß, Michael

    1. Welche Cookies gesetzt werden, hängt ganz individuell davon ab, was du so nutzt – das steht im Optimalfall direkt bei Plugins & Co. dabei, ob und welche Cookies sie setzen. Es gibt Videos, wie du das in Borlabs dann anlegst.

      Die Tracking-ID, die du z.B. für Google Analytics brauchst, kriegst du auch direkt in Analytics.

      Ich würde dir tendenziell Borlabs Cookie empfehlen, ich persönlich finde das am einfachsten in der Umsetzung und du hast im Plugin selber auch viele Erklärungsvideos!

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